„Man merkt schon, dass es insgesamt deutlich politischer geworden ist“, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. Der CDU-Politiker tritt 2025 zum vierten Mal für das Amt des Landrats im Kreis Borken an. Neben ihm bewerben sich Norbert Ricking (SPD), Jens Steiner (Bündnis 90/Die Grünen) und Ludger Marwitz (AfD) um das Amt.
Die CDU Raesfeld-Erle-Homer hatte Bürgerinnen und Bürger zu Bierbankgesprächen auf den Hof Kruse in Erle eingeladen, eine Gelegenheit, Fragen zu stellen, zuzuhören und zu diskutieren. Wir nutzten den Moment, um mit Kai Zwicker über die bevorstehende Kommunalwahl 2025 zu sprechen.
„Es ist insgesamt deutlich politischer geworden“
Die Kommunalwahl 2025 verläuft nach Zwickers Einschätzung deutlich lebhafter als in früheren Jahren. Besonders um die Bürgermeisterämter gebe es mehr Wettbewerb, da in vielen Orten zusätzliche Parteien und Wählergruppen antreten. Das sorge dafür, dass der Ton insgesamt rauer werde.
Bürgerinteressen: Wirtschaft, Ausbildung und Sicherheit
Gefragt nach den häufigsten Themen, die Bürgerinnen und Bürger aktuell beschäftigen, nannte der Landrat (56 J.) vor allem die eigene wirtschaftliche Zukunft. Der Kreis Borken stehe dabei deutlich besser da als viele andere Regionen. „Unsere Ausbildungszahlen können sich sehen lassen. Wir haben sogar im Handwerk mehr Auszubildende als in den vergangenen Jahren“, betonte Zwicker.
Obwohl die allgemeine Stimmung durch weltweite Krisen aufgeheizt sei, nehme er wahr, dass lokale Fragen entscheidend für die Wahl seien. Gute Kita-Plätze, eine starke schulische Ausbildung und verlässliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft hätten dabei oberste Priorität.
Versprechungen und Realität
Bei Wahlversprechen schaue Zwicker genau hin. Nicht alles, was angekündigt werde, lasse sich am Ende auch umsetzen. „Erstens muss man mal sehen, gibt es überhaupt Versprechungen? Und zweitens sind die dann realistisch?“
Der Kreis habe in den vergangenen Jahren viel erreicht. „Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote NRW-weit, wir haben enorm gute Ausbildungszahlen, und die Kommunen sind fast alle abundant.“ Viele Gemeinden erhalten deshalb keine Schlüsselzuweisungen mehr, weil die Wirtschaft so stabil läuft. Diesen Erfolg wolle man sichern.
Engagiert im Kreis und darüber hinaus
Die Arbeit als Landrat sei derzeit besonders intensiv, erklärte Zwicker. Eine genaue Zahl an Terminen könne er nicht nennen. Neben den Aufgaben im Amt gebe es zahlreiche Treffen in der Region, in NRW und darüber hinaus. Der Kreis Borken sei stark vernetzt, sowohl mit Unternehmen, Institutionen und Verwaltungen als auch mit den Nachbarregionen, darunter Niedersachsen und die Euregio.
„Man kann sich ja letztlich nur anbieten und sagen, so seht her, das sind meine Ideen, das sind unsere Ideen“, sagte Zwicker. Unterstützt wird er bei seiner erneuten Kandidatur von CDU und FDP. „Wir haben in den letzten Jahren, Jahrzehnten hier wirklich gute Arbeit gemacht. Und für uns geht es darum, dass diese Region weiter gut nach vorne kommt. Und dafür stehe ich und dafür kämpfe ich.“

Positive Resonanz bei Gesprächen zur Kommunalwahl
Bei den Gesprächen am Dienstagabend im Rahmen der Kommunalwahl 2025 zeigte sich die Ortsvorsitzende des CDU-Verband Raesfeld Gerswid Altenhoff-Weber zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Sie betonte, dass der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern für sie eine wichtige Grundlage sei, um Anliegen und Erwartungen besser kennenzulernen. Besonders die offene und positive Stimmung vor Ort hob sie hervor.



























