Nachdem die Sprachschwierigkeit beseitigt waren, konnte der kleine Amge-Pierre in Erle getauft werden.

Mit der Taufe von Amge-Pierre aus Kamerun hat die Kirchengemeinde St. Martin ein neues Mitglied. Die Mutter ist mit dem neun Monate alten Jungen nach Deutschland geflüchtet. Beide leben jetzt in Erle.

Am Ersten Advent wurde in der St. Silvester-Kirche der kleine Amge-Pierre von Pastor Michael Kenkel getauft. Eigentlich nichts Besonderes. In diesem Fall jedoch stammt der kleine Junge nicht aus dem Münsterland, sondern aus dem französischsprachigen Kamerun. Mittlerweile lebt er mit seiner Mutter Christell nach einer langen Flucht seit kurzer Zeit in Erle.

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Taufpatin Dorothee Wolf sorgte dafür, dass der kleine Amge-Pierre überhaupt getauft werden konnte. Foto: privat

Betreut wird die Flüchtlingsfamilie von der Erlerin Dorothee Wolf, die auch gleichzeitig Taufpatin von den kleinen Amge-Pierre ist.

Dringender Bedarf an Betreuung

Da die Mutter kein Deutsch spricht und sich nicht verständigen konnte, habe sie in Erle ziemlich einsam gelebt. Erst nachdem Wolf – sie hat lange Zeit in Belgien gelebt und beherrscht die französische Sprache ganz gut – hinzukam, war eine Verständigung möglich.

In den folgenden Gesprächen stellte sich heraus, dass die Flüchtlingsfrau Katholikin ist und sie auch in Deutschland ihren Glauben praktizieren möchte. „Der Vorschlag, ihren kleinen Sohn taufen zu lassen, bereitete der Mutter sofort große Freude“, erinnerte sich Dorothee Wolf.

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Pastor Michael Kenkel taufte den kleinen Amge-Pierre in der St. Silvester-Kirche. Foto: privat

Der 29. ist ein wichtiges Datum

JAm 29. November war es soweit. Amge-Pierre wurde von Pastor Kenkel getauft und damit in die Gemeinschaft der Christen der Gemeinde St. Martin aufgenommen. Das Datum wird die Mutter so schnell nicht vergessen, denn Amge-Pierre ist am 29. Februar geboren und hat am 29. Juni Namenstag.

Nun wartet die Mutter darauf, dass die Deutsch-Kurse wieder beginnen, die derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie ausfallen. Sie möchte schnell die Sprache ihrer neuen Heimat lernen und sprechen können. Dorothee Wolf ergänzt: „Amge-Pierre wartet darauf, dass er im Sommer des nächsten Jahres in den Kindergarten gehen kann, um dort Freunde und Spielkameraden kennenzulernen.“

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