KiGGS – Studie in Raesfeld mit Kindern und Jugendlichen

Es war bereits das dritte Mal, dass sich die 16-jährige Cornelia Droste aus Raesfeld auf Herz und Nieren im Rahmen der „KiGGS“ Studio untersuchen ließ.

Am Mittwoch war es wieder bei der Schülerin soweit. Im Rathaus wurde sie auf Beweglichkeit, Blutdruck und auf eventuelle frühe Gefäßverkalkungen untersucht. Musste Cornelia früher noch Übungen wie „Rückwärtslaufen“ machen, wo ihre Koordination unter anderem getestet wurde, drehte sich diesmal bei dem Check alles um Ernährung, Gewicht/BMI, Pulsfrequenz und Ausdauerleistung.

„Wir mussten einen unheimlich langen Fragebogen vorab ausfüllen, wo sich hauptsächlich alles um Ernährung und Vorerkrankungen wie Asthma oder Neurodermitis drehte“, so Cornelia, die aber guten Mutes und bester Gesundheit an diesem Tag die Untersuchungen über sich ergehen ließ.

Cornelia Drost bei der Sonografie im Rahmen der KiGGS-Studie in Raesfeld
Cornelia Drost bei der Sonografie im Rahmen der KiGGS-Studie in Raesfeld

KiGGS ist eine Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts, dass im Rahmen des bundesweiten Gesundheitsmonitorings regelmäßig die gesundheitliche Situation von Kindern in insgesamt 167 Städte und Gemeinden in Deutschland untersucht. Geplant für die Studie sind rund 23.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 0 bis 17 Jahre.
Bei Cornelia standen diesmal die Lebensphasenübergänge vom Kindes- ins Jugendalter an, wo eventuelle Ursachen und Bedingungen für gesundheitliche Veränderungen im Gesundheitsverhalten im Mittelpunkt der Untersuchung stand.

Margret Droste
Die sportliche Cornelia konnte dem Check gelassen entgegen sehen, denn sie spielt Fußball und betreibt auch sonst sehr viel Sport. Dies konnte bei der gründlichen Sonografie-Untersuchung die begleitende Studienärztin Christine Kevenhörster schnell anhand der starken Muskeln am Hals feststellen. Eine Untersuchung, die bereits in jungen Jahren Kalkablagerungen und Verengungen der Gefäße erkennen lässt, die im späteren Alter ausschlaggebend für einen Schlaganfall sein können.

Das Ergebnis der Untersuchung erhält Cornelia aber erst in zwölf Wochen. Für eine Woche muss die Raesfelder jetzt aber erst einmal für weitere Auswertungen einen „Schrittzähler“ tragen.
Die Studien sind freiwillig. Ausgesucht wird nach einem wissenschaftlichen Zufallsverfahren. Die Studienergebnisse, wofür Cornelia 30 Euro Aufwandsentschädigung bekommt, sind repräsentativ für alle in Deutschland lebenden Kinder im Alter von 0 bis 17 Jahre.

Fragen
Margret Droste begleitete ihre TochterWarum lassen Sie ihre Tochter an der Studie teilnehmen?
Ich finde solche Studien klasse, weil hier Dinge eventuell festgestellt werden, die ich als Mutter gar nicht so bewusst wahrnehmen kann. Außerdemwird man wird ein wenig wach gerüttelt, besonders was die Ernährung anbelangt.

Wurde eine Erkrankung bei ihrer Tochter festgestellt, die sie noch nicht wussten?
Nein, zum Glück nicht. Meine Tochter war schon immer sehr sportlich, nimmt keine Medikamente und ernährt sich gesund.

Worauf haben sie immer besonders bei ihrer Tochter geachtet?
Dass sie sich gesund ernährt, viel Gemüse, Obst und eine abwechslungsreiche Kost bekommt, und dass sie sich viel an der frischen Luft bewegt und nicht nur vor dem PC und dem Fernseher hockt.