Hohe Einsatzbilanz im Juni und Juli für die Feuerwehr Raesfeld

Die Einsatzbilanz für die beiden Löschzüge der Feuerwehr Raesfeld in dem Zeitraum 30.06.2022 bis 27.07.2022 fällt hoch aus. Insgesamt mussten 39 Einsatzstellen von ehrenamtlichen Einsatzkräften abgearbeitet werden.

Laut Leiter der Feuerwehr Raesfeld André Szczesny stellten sich bei den Einsätzen zwei Schwerpunkte, sicherlich auch aufgrund des Klimawandels, klar heraus. Zu einem stellten örtlich auftretende starke Unwetterereignisse, wie heftige Gewitter, Starkregen und Sturm, wie auch extreme Trockenheit und Wärme, die Einsatzkräfte immer wieder vor Herausforderungen.

Feuer_Strohremise
Fotos: Feuerwehr Raesfeld

Unwetter Ende Juni

Am 30.06.2022 zog ein kurzes, aber starkes Unwetter über die Gemeinde hinweg. Die ersten Hilferufe von Bürgerinnen und Bürger aus Raesfeld gingen um 19:31 Uhr bei der Kreisleistelle in Borken ein. Darauf hin habe die Feuerwehr Raesfeld sofort die Feuerwehrgerätehäuser in Erle und Raesfeld besetzt, um einlaufende Einsätze strukturiert abarbeiten zu können. Bei den Unwetter-Einsätzen ging es in der Gesamtheit um umgestürzte Bäume zu beseitigen, die auf Fahrbahnen, Häuser oder Autos lagen sowie die Entfernung von großen Ästen, die drohten auf die Fahrbahn zu stürzen. Hierbei mussten die Einsatzkräfte auf die Hilfe von Hubrettungsfahrzeugen der Feuerwehr Borken und Reken zurückgreifen, da sich die Gefahrenstellen immer in großer Höhe befanden.

Unwetter-Raesfeld-2022

Trockenheit und Wärme

Die nächsten Einsätze waren dann der Trockenheit und Wärme geschuldet. Dazu gehörten ein Feuer in einem Waldstück am Hessenspoor, ein Grasnarbenbrand an der Rhader Straße, ein Kleinflächenbrand an der Festwiese in Raesfeld und ein Brand einer Strohremise in Borken-Grütlohn. Dabei unterstützte die Feuerwehr Raesfeld mit einem Löschfahrzeug die Feuerwehr Borken.

Unrat-brennt-am-Hessenspoor

Im Vorfeld hatte die Feuerwehr Raesfeld, aufgrund der Trockenheit und Wärme, Kontakt zu Raesfelder Landwirten und Lohnunternehmer aufgenommen, um in zurzeit nicht genutzten Güllefässern, Löschwasser zur Reserve vorzuhalten. Hier habe laut Szczesny die Feuerwehr eine große Unterstützung erhalten, sodass rund um Raesfeld eine Menge von 120000l an Löschwasser zur Verfügung stand.

Dafür ein „DANKE SCHÖN“ an die Landwirte und Lohnunternehmer.

„Wir sehen damit sehr eindrucksvoll, dass die extremen Wetterereignisse mehr und auch intensiver werden und die Feuerwehren sich immer besser darauf vorbereiten müssen, um im Einsatzfall schlagkräftig und schnell zu sein, gerade im Ehrenamt sind, das viele zusätzliche Stunden, die von den Einsatzkräften geleistet werden müssen“, betont André Szczesny.

Feuer_Festwiese-Raesfeld-am-Michael
Feuer an der Festwiese in Raesfeld ©Feuerwehr Raesfeld

Einsatzübersicht im Zeitraum 30.06.22 bis 27.07.2022

  • 31x Technische Hilfeleistung (Unwetter/Sturmschaden)
  • 02x Technische Hilfeleistung (Wasserrohrbruch)
  • 03x Feuer Flächenbrand
  • 01x Feuer Brandmeldeanlage
  • 01x Feuer Fahrzeugbrand
  • 01x Feuer nachbarschaftliche Löschhilfe
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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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