HAMMINKELN. Der Rotary-Club Lippe-Issel hat am Samstag bei einer Feierstunde im Rittersaal Schloss Ringenberg zum achten Mal „Helden des Alltags“ geehrt.
Menschen mit großen, ehrenamtlichen Engagement die, so Landrat Dr. Ansgar Müller in seiner Begrüßungsrede als Schirmherr, die wahren Helden unseres Alltags sind.
Weitere betonte Landrat Müller in seiner Rede, dass besonders die Ehrenamtlichen ihre Persönlichkeit in den Hintergrund stellen und durch ihren Einsatz ein Gefühl von Gemeinschaft vermitteln.

Die Rotary Präsidentin Xenia van Clewe betonte, das diese Helden Persönlichkeiten sind, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Im Gegenteil. Im Stillen und im Hintergrund sich einsetzen mit unglaublichem Engagement für unsere Gesellschaft und für unser Gemeinwohl. „Sie stärken unsere Region. Zivilcourage, Mutmacher und Verbundenheit sind sicherlich die richtigen Worte, die man für sie finden kann“.

Jan Ridder würdigte als erster Laudator Friedhelm Heinzen aus Wesel. Der 68-jährige Rentner ist seit langen Jahren beim VDK ehrenamtlich tätig. Dort macht er Hausbesuche, organisiert die Sprechstunde, und unterstützt hilfsbedürftige Menschen bei Behördengänge und Arztbesuche.

Er ist im Seniorenbeirat der Stadt Wesel und übernimmt dort die wöchentlichen Sprechstunden. „Ich persönlich kenne niemanden, der so freundlich so zuvorkommend, ausgleichend und engagiert ist wie Friedhelm Hans. Unsere Welt wäre noch eine bessere, wenn wir mehr Menschen wie ihn in unserer Mitte hätte“, betonte Ridder in seiner Laudatio.

Aus der Gemeinde Raesfeld ehrte Bürgermeister Andreas Grotendorst seinen „Helden“ Werner Röskenbleck. Der 81-Jährige nimmt heute noch nach 25 Jahren als Mitglied im Sportverein Kindern und Erwachsene das Sportabzeichen ab, schiebt Senioren mit dem Rollstuhl und engagiert sich in der Kolpingfamilie.

Klaus Schetter aus Schermbeck würdigte in seiner Laudatio die stellvertretenden Anwesenden für den gesamten Vorstand des Wassersportvereins Schermbeck.
Thomas Wittwer, Detlef Feusel und Christoph Becker. Ohne das Engagement und der Gründung des Wassersport Vereins am 10. Januar 2011 hätte die Gemeinde heute kein Hallenbad mehr. Rückblickend schaute Schetter auf die anstehende Schließung des Bades. Erst durch den Einsatz von den Gründungsmitgliedern, unter anderem von Theo Verhoeven, konnte eine Schließung des Hallenbades erfolgreich verhindert werden.

Sehr gerührt nach seiner Ehrung war Michael Möllenbeck. Der 57-jährige Gartenbautechniker engagiert sich seit vielen Jahren in Mehrhoog in mehreren Vereinen. Zahlreiche Veranstaltungen unter seiner Führung haben tausende von Menschen angezogen. „Darüber hinaus gehört er zu einem der aktiven Kämpfer gegen rechte Gewalt und gegen Rechtsradikalismus im Ort“, so Laudatorin Xenia van Clewe.
Mit Tränen in den Augen betonte Möllenbeck, dass er diesen Preis weiterreicht an die verstorbene Walburga Kraayvanger und Silke Visscher, sie so Möllenbeck, noch mehr „Helden des Alltags“ seien.

Das sportliche Engagement von Gabriele Ramsch aus Hünxe beeindruckte Bürgermeister Dirk Buschmann. Sie sei nicht die Superheldin, die in den Suchmaschinen auf Platz eins steh, aber sie gehört zu einer Superheldin und Macherin des Alltags, sagte Buschmann.
Gabi Gramsch vom Budokan Hünxe e. V.ist eine Mutmachermacherin und packe dort an, wo andere die Hände in den Schoss legen. „Sie hat vor 17 Jahren den Verein gegründet und sich diesem Sport selber mit Haut und Haaren verschrieben“, so Buschmann.

Für den musikalischen Rahmen im ehrwürdigen Rittersaal von Schloss Ringenberg sorgte die Gruppe „A Village Voice“.
Petra Bosse



























