Ein kleines und wenig verwunschenes grünes Paradies hat sich Gert Gutschow hinter seinem Haus in Erle zugelegt.

Neben fröhlich gackernden Hühnern, Sträuchern, Stauden und Bäumen wachsen hier den ganzen Sommer über die verschiedensten Gemüse- Beeren- und Obstsorten.

„Ich bin fast ein Selbstversorger was das Gemüse und das Obst anbelangt“, so Gert Gutschow.

Gemeint damit ist, dass er den ganzen Sommer genügend Vitamine, angefangen von Erdbeeren bis hin zu Äpfel, Quitten und Trauben ernten kann. Seine Rotwein-Reben, die am Haus hoch wachsen, lieferten ihm 16 Liter Saft in diesem Jahr. Hinzu kommen Johannesbeer -, Apfel- und Rhabarber-Saft.

Herbstkrokusse

Jetzt im Herbst wächst dort, wo in den Monaten vorher die Buschbohnen und die Kartoffeln waren, nur noch der Feldsalat in dem Hochbeet.
Ein besonderes Highlight in dieser Woche sind für den Erler Bio-Gärtner die blühenden Herbstkrokusse. „Ich habe vor zehn Jahren einige Zwiebel gesetzt. Mittlerweile haben sich die Herbstkrokusse über die ganze Wiese vermehrt“, freut sich Gutschow.
Besonders reich gedeckt ist der Tisch im Garten für Vögel. „Im Moment sind die Amseln ganz heißt auf die Feuerdornbeeren“, lacht Gutschow.

Laub für die Hühnern

Während es genügend Beerenfrüchte gab, sah die Apfelernte in diesem Jahr eher mager aus. Auch Walnüsse gab es wenig, wie Gutschow erzählt. „Dafür hat im letzten Jahr ein Eichhörnchen Walnüsse in meine Beete versteckt, die ich nun alle mit ihren langen Wurzeln wieder raus ziehen muss, da ich keine weiteren Walnussbäume brauche“.
Jetzt im Herbst muss der Garten so langsam Winterfest gemacht werden.

Für Gutschow bedeutet das jede Menge Arbeit, denn bedingt durch die vielen Sträucher und Bäume gibt es jede Menge Laub. „Größtenteils kommt das Laub zu den Hühnern. Da können sie dann drin scharren und hacken und am Ende bleibt nur noch Humus übrig“, erklärt Gutschow.

Neben den üblichen Gartenarbeiten müssen die teilweise großen Blumentöpfe mit Bananenstauden, kleine Dattelpalmen, Avocado-Bäumchen, Bromelien und Kakteen winterfest gemacht werden. „Damit habe ich genug zu tun, denn die müssen alle umgetopft werden und winterfest verpackt werden“.
Wenn das alles geschafft ist fängt die Arbeit im Frühjahr mit der Bestellung der Gemüsebeete wieder von vorne an. Dazu gehört das Auftragen von Pferdeäpfeln auf das Kartoffelbeet. Bio versteht sich. Dafür werden aber nicht irgendwelche Äpfel von irgendeinem Pferd genommen.

Gert Gutschow hat hier klare Regeln. „Meine Nachbarin hat Pferde die keine Antibiotika bekommen und nicht mit Hafer gefüttert werden. Das mit dem Hafer ist wichtig, weil ich sonst im Sommer ein Getreidefeld im Garten hätte“, so Gert Gutschow, der sich schon jetzt auf den Frühling freut, denn dann blühen rund um sein Haus auf dem Rasen die Schneeglöckchen, die Krokusse und die Schlüsselblumen. Petra Bosse

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