Der Jahresanfang begann für die Feuerwehr Raesfeld mit einem Großeinsatz. In der Nacht zu Donnerstag rückten die Einsatzkräfte zu einer brennenden Stallung an der Torfwiese im Ortsteil Raesfeld-Homer aus. 13 Rinder konnten aus dem Gebäude gerettet werden, zwei Tiere verendeten. Rund 60 Einsatzkräfte waren bei dem schweren Einsatz vor Ort.
In der Nacht zum 2. Januar 2026 wurde die Feuerwehr Raesfeld um 00.55 Uhr zu einem Einsatz an der Torfwiese alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete FeuerBauernhof. Gemeldet wurde eine brennende Stallung, Tiere sollten sich noch im Gebäude befinden.

Feuerwehr Raesfeld Einsatz mit Menschen und Tieren im Fokus
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen Teile der Stallung bereits in Brand. In dem Gebäude befanden sich noch 15 Rinder. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der raschen Brandausbreitung war es dem Landwirt nicht mehr möglich, die Tiere eigenständig ins Freie zu bringen.

Laut Mitteilung von André Szczesny, Leiter der Feuerwehr Raesfeld, startete ein Trupp unter Atemschutz umgehend mit der Rettung der Tiere. Parallel dazu leiteten zwei weitere Trupps unter Atemschutz die Brandbekämpfung von der Vorder und der Rückseite des Gebäudes ein. Insgesamt konnten 13 Rinder aus der Stallung gerettet werden. Zwei Tiere verendeten im Inneren.

Löscharbeiten und Unterstützung durch den Landwirt
Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht war, stellte der Landwirt einen Trecker mit Frontlader zur Verfügung. Damit wurde das brennende Stroh aus der Stallung gefahren. Auf einer angrenzenden Siloplatte wurde das Material auseinandergezogen und vollständig abgelöscht.
Im hinteren Bereich der Halle stellte sich heraus, dass die Dachkonstruktion gebrannt hatte und teilweise gebrochen war. Es handelte sich um Eternitplatten. Da der Verdacht bestand, dass diese Asbest enthalten könnten, wurde das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima hinzugezogen.

Asbestverdacht und umfangreiche Nacharbeiten
Ein Mannschaftstransportfahrzeug brachte eine Probe der Eternitplatten zur Analyse zum LANUK nach Essen. Um 04.15 Uhr konnte Feuer aus gemeldet werden. Anschließend wurde die Einsatzstelle zurückgebaut.
Aufgrund des Asbestverdachts folgten umfangreiche Reinigungsmaßnahmen an Fahrzeugen und Gerätschaften. Auch die Einsatzkleidung der Feuerwehrkräfte muss gesondert gereinigt werden. Eine zusätzliche Herausforderung stellte die Witterung dar, da unter diesen Bedingungen die Einsatzstellenhygiene und Dekontamination der Einsatzkräfte erschwert war.
Rund 60 Einsatzkräfte vor Ort
Im Einsatz waren etwa 60 Kräfte der Feuerwehren aus Raesfeld und Borken. Unterstützt wurden sie unter anderem von der Polizei, der Feuerwehr Borken, dem Kreisveterinäramt und einem Tierarzt.




























