Die Getreideernte in Raesfeld hat begonnen. Am Südring wurde am Mittwoch das erste Gerstenfeld gemäht. Wegen des anhaltenden Regenwetters können viele Bauern in Nordrhein-Westfalen ihr Getreide nicht von den Feldern holen. „Die Ernte hat schon eine Woche später als im langjährigen Durchschnitt begonnen“, teilt Landwirtschaftskammer NRW mit. In Süd- und Ostwestfalen konnte bis auf einzelne Flächen noch keine Wintergerste geerntet werden und die Feuchtigkeit des Korns hat immerhin noch eine Feuchtigkeit von 15 Prozent.

Nur etwa zwei Prozent der erntereifen Gerste sei bislang im Münsterland abgemäht worden. Im Gegensatz zum letzten Jahr 2011, wo bereits zu dieser Zeit fast schon die Ernte dieses Getreides fast abgeschlossen gewesen war. Noch sei die Wintergerste zu retten. Wenn es aber zwei Wochen weiter regne, müssten die Landwirte mit Verlusten rechnen. In NRW wird Getreide auf mehr als 530 000 Hektar angebaut, bestätigte die Landwirtschaftkammer NRW.

Auch die Frühkartoffel-Ernte läuft auf vollen Touren. Doch auch hier muss mit Einbußen der beliebten Feldfrucht der Deutschen gerechnet werden. Der Deutsche Bauernverband rechnet in einer Ernte-Prognose nur noch mit knapp 11 Millionen Tonnen Kartoffeln. Im Vorjahr waren es immerhin 11,8 Millionen Tonnen also fast eine Million mehr.

 Nicht nur die feuchte Witterung ist alleiniger Grund dafür. Die Anbaufläche in Deutschland bei Kartoffeln hat sich dieses Jahr von 259 400 auf 253 000 Hektar verringert. Außerdem haben die Bauern bei anhaltend feuchter Witterung mit der Krautfäule auf ihren Kartoffelfeldern zu kämpfen, und die würde zusätzlich die Erträge schmälern, aber die  Kartoffelpreise, laut Deutscher Bauern Verband,  sollen stabil  bleiben.

Fotos: Gerd Lammers

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