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Gemeinde Raesfeld sucht Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge

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Wöchentlich kommen rund sechs Flüchtlinge in der Gemeinde Raesfeld an. Foto: Petra Bosse

Die Gemeinde Raesfeld sieht sich mit einer wachsenden Herausforderung konfrontiert: der Suche nach zusätzlichem Wohnraum für Flüchtlinge in gemeindlichen Gebäuden.

Angesichts der angespannten Situation, die durch den wöchentlichen Zuzug neuer Asylsuchender verschärft wird, arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck an Lösungen und überprüft nun auch mehrere Möglichkeiten in gemeindlichen Gebäuden, die für eine Unterbringung für Flüchtlinge in Frage kommen könnten.

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Wie bereits berichtet, steht die Gemeinde Raesfeld vor einer großen Herausforderung: Sie platzt aus allen Nähten. In der Tat kommen wöchentlich durchschnittlich sechs Flüchtlinge in Raesfeld an, was die Kapazitäten, was Wohnraum anbelangt, zunehmend belastet.

Raesfelds Unterbringungskapazitäten erreichen ihre Grenzen

In der letzten Ausschusssitzung wurde betont, dass es der Verwaltung bisher immer möglich war, die Flüchtlinge dezentral unterzubringen – entweder in Wohnungen oder in von der Gemeinde erworbenen Häusern. „Wir stoßen jetzt aber an unsere Grenzen“, gab der Erste Beigeordnete Markus Büsken auf Nachfrage am Mittwoch zu bedenken. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der ausbleibende Erfolg des letzten Aufrufs der Gemeinde, öffentlichen Wohnraum zu finden.

Platz nur noch für drei Wochen

Die Gemeinde hat in der Regel einen Vorlauf von etwa zwei Wochen, um für die neu ankommenden Personen zu planen. „Allerdings steht fest, dass insgesamt nur noch ungefähr Platz für drei Wochen zur Verfügung steht, um weitere Flüchtlinge aufzunehmen“, so Büsken. Es stellt sich somit die drängende Frage: Wohin mit den Menschen, die danach ankommen?

Politische Entscheidung soll bald getroffen werden

Angesichts dieser prekären Lage befindet sich die Verwaltung in intensivem Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern, um tragfähige Lösungen bei der Suche nach gemeindlichen Unterkunftsmöglichkeiten zu finden. In Betracht gezogen werden dabei eventuell gemeindeeigene Immobilien oder das Errichten von Wohncontainer-Anlagen.

Die Entscheidung, wie und wo es mit der Unterbringung in Raesfeld und Erle weitergeht, soll nach Angaben von Markus Büsken bald und in enger Zusammenarbeit mit der Politik getroffen werden.

Bau-einer-neuen-Flüchtlingsunterkunft-in-Erle
An dieser Stelle in Erle an der B224 soll eine Flüchtlingsunterkunft entstehen acht Wohnungen mit je drei drei Schlafzimmer für insgesamt 27 Flüchtlingen.

Weiterhin privater Wohnraum gesucht

Neben den Unterbringungsmöglichkeiten in gemeindlichen Gebäuden, die kurzfristig hergerichtet werden sollen, sei es für die Gemeinde Raesfeld weiterhin wichtig, auch dezentral weiteren Wohnraum anbieten zu können, so Büsken. Daher noch einmal der Aufruf: Wer freie Wohnungen oder separat bewohnbare Zimmer für die Unterbringung von Flüchtlingen hat und ein entsprechendes Angebot machen kann, kann sich ab sofort bei der Gemeinde melden.

Neue Flüchtlingsunterkunft in Erle für 24 Flüchtlinge

Geplant ist ein Bau an der B 224 mit insgesamt acht Wohnungen in einer zweigeschossigen Bauweise. Jede Wohnung verfügt über drei Schlafzimmer, eine Küche und ein Bad. Der Hauswirtschaftsraum wird von jeweils zwei Wohnungen gemeinsam genutzt.

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