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Manchmal bin selbst ich sprachlos, und das will was heißen. Vor allem dann, wenn die Hüter des Gesetzes für fast eine halbe Stunde eine Zufahrtsstraße in Erle blockieren. Die Kirche war zu ende, in Raesfeld war Kappesmarkt und dementsprechend war selbst in Erle jede Menge Verkehr.

Polizeikontrolle in Erle

Schön, die Polizei ist auch schon vor Ort und regelt den Zufahrtsverkehr Richtung Raesfeld, so dachte ich, als ich den Einsatzwagen an der Schermbecker Straße stehen sah. Oder vielleicht doch ein Unfall? Schnell ausgestiegen und nachfragt: „Nein, wir machen nur eine Kontrolle“, hieß es. Um es genau auszudrücken hieß es: Wir blockieren den Verkehr und nehmen aber einen Roller komplett auseinander. Vielleicht war der Roller des jungen Mannes um einige PS zu hoch getunt, vielleicht war auch der TÜV abgelaufen, oder, oder, oder…..

Aber mal ganz ehrlich, muss diese Aktion mehr als eine halbe Stunde dauern? In Raesfeld wäre dieser Einsatz an diesem Tag um 12 Uhr mittags auf alle Fälle sinnvoller gewesen, als hier. Denn dort ging selbst am Vormittag auf den Zufahrtstraßen wenig, teilweise gar nichts mehr.

Und wenn die Polizei nun wirklich so viel Zeit hatte, dann hätte man das alles auch von der Straße weg verlegen können, drei Meter rechts rein, hätten schon ausgereicht und die Straße wäre zumindest in der Kurve wieder frei befahrbar gewesen. Wer verteilt eigentlich hier wegen falsches Parken ein Knöllchen?

 

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9 KOMMENTARE

  1. Scooter tuning is not a crime!!!
    Von Jugend zur Jugend alle gleich:D.
    Alle wollen Sie einen fetten Sound haben :D.

  2. Wenn zu schnelle oder zu laute Roller durch Erle fahren, Kennzeichen merken und der Polizei über die Amtsleitung melden. Über das Kennzeichen wird der Halter ermittelt und besucht. Dann ist Ruhe. Das hat in Raesfeld auch geklappt.

  3. In diesem Artikel wird die Arbeitsweise der Polizeibeamten kritisiert.

    Hier entsteht der Eindruck, die Beamten hätten die Kontrolle aus Lust und Laune heraus absichtlich am Kappesmarktsonntag in der Nähe der Erler Kirche durchgeführt und den Platz bewusst so gewählt, dass der Verkehr möglichst stark behindert wird. Und das alles für die Lappalie eines getunten Rollers, abgelaufenem TÜV usw.
    Auf keinem der Fotos kann ich eine Verkehrsbehinderung sehen, die Fahrbahn der Schermbecker Straße wird nicht berührt, und bei der Zufahrtsstraße handelt es sich um eine Zufahrtsstraße in ein Wohngebiet.
    Welcher Anhaltegrund vorlag, ist mir nicht bekannt, aber bei den im Artikel angesprochenen, vermuteten Anlässen handelt es sich nicht um Kleinigkeiten. Sollte der Roller „getunt“ gewesen sein, liegt hier ein Fahren ohne Versicherungsschutz sowie möglicherweise ein Fahren ohne Fahrerlaubnis vor. Letzteres ist eine Straftat und lässt den Polizisten überhaupt keinen Handlungsspielraum bzgl. des Einschreitens. Einen Motorroller in einer halben Stunde komplett auseinanderzunehmen halte ich für eine Leistung, die in einer autorisierten Motorradwerkstatt nicht besser zu bekommen ist. Und ich freue mich, dass eine Polizeistreife endlich mal den Weg nach Erle findet, und hier sogar tätig wird.
    Vielleicht wäre es besser gewesen, nach der netten Auskunft „Wir machen nur eine Kontrolle“ genauso schnell wieder einzusteigen und weiterzufahren. Fragt sich nur, wo die Autorin geparkt hat….

  4. Der „Genervte“ erzeugt starkes „Mitleid“ in mir! Anscheinend war er nie jung und halbstark – schade! Gut, dass wir sonst keine Probleme haben. Wer regt sich im Sommer über die zig Motorradfahrer auf die mit gehörten 200 Db durch Erle brausen?
    Und die Polizisten tun mir auch leid, scheinbar müssen sie Ihren Frust über nicht erwischte osteuropäische Einbrecherbanden in letzter Zeit vor allem an den gefährlichen Halbstarken mit frisierten Rollern austoben – nochmal schade!

  5. Ich hoffe inständig, dass die Polizei den Halbstarken endlich geschnappt hat, der seit Monaten meint, besonders in den Abendstunden und Nachts mit seiner hochgezüchteten „Nähmaschine“ durchs halbe Dorf rasen (und das im wahrsten Sinne des Wortes!) zu müssen…

  6. Ich halte derartige Kontrollen für ausgesprochen SINNVOLL! Sicher müsste die nicht „im Weg“ statt finden – aber unsere Jugend zu kontrollieren – in Bezug auf Manipulationen oder Alkohol ist gut, richtig und wichtig. Bspw. sorgen Manipulationen für den Verlust der Versicherung und möchten Sie dann von einem derartigen Gefährt in einen Unfall verwickelt werden? Und bei ZU VIELEN Unfällen spielt besonders bei jüngeren Fahrern der Alkohol eine Rolle…

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