Beim „Tag der offenen Tür“ der Bocholter Polizei am letzten Sonntag staunte der Einstellungsberater Wolfgang Thebelt nicht schlecht. Neben den interessierten Schülern, die sich für den Polizeiberuf interessierten, erschien der kleine Niklas in Begleitung seines Vaters und überreichte dem Beamten stolz seine bereits vollständige Bewerbungsmappe.

Wie es die Form erfordert, befand sich darin neben dem Lebenslauf mit dem bisherigen „schulischen“ Werdegang auch das ausführliche Bewerbungsschreiben. Im Text war unter anderem zu lesen: „Ich möchte gerne meine Ausbildung starten, sobald ich den Kindergarten und meine schulische Ausbildung abgeschlossen habe. Zu meinen Hobby gehört das Spielen mit Polizeiautos sowie –hubschraubern.“ Er führte weiter aus, dass er zu Karneval bereits als Polizist verkleidet gewesen sei und mit Handschellen das Festnehmen üben konnte. Sportlich halte er sich mit Taekwondo für den Polizeiberuf fit. Mit „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit im Team“ endet das Schreiben.

Ordnungsgemäß hatte Niklas, wie es sich gehört, unterschrieben – mit drei Kreuzchen. Auf die Frage des Einstellungsberaters, ob der Papa bei der Bewerbungsmappe denn geholfen habe, antwortete der kleine Niklas leicht entrüstet: „Nur ein bisschen!“

Die Bewerbung des kleinen Niklas hat sich inzwischen bei vielen Polizeibeamten der Kreispolizeibehörde herumgesprochen und für großes Schmunzeln gesorgt. Die Beamten freuen sich jetzt schon auf den zukünftigen „Kollegen“. Das nötige Selbstbewusstsein für den Polizeiberuf hat er bereits, da waren sich alle einig.

Im Anhang befindet sich der Lebenslauf mit dem Bild des kleinen Niklas.

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3 KOMMENTARE

  1. Manchen Menschen fehlt schlicht der nötige Humor zum Verstehen solcher Berichte. 🙁

    Übrigens: Die Idee mit Bauer Hermann und seinen Kühen hat Potenzial! 😉

  2. Erst schreiben Herrchen im Namen ihrer Hunde Dankesbriefe an die Polizei (2010, „Rocky“ aus Raesfeld), jetzt zerren mediengeile Väter ihre Blagen vor die Kameras. Mir kann niemand erzählen, das ein fünfjähriger von alleine auf die Idee kommt, sich schriftlich!!! bei der Polizei zu bewerben.

    Was kommt demnächst? Schreibt Bauer Herrmann an die Polizei im Namen seiner Kühe für die gute Arbeit der „Bullen“?

    Haben die Spackos dieser Welt nichts besseres zu tun?

    Allerdings frage ich mich, warum hier auch noch dieser Schund zu überteuerten Preisen beworben wird. Jeder, der tagtäglich mit Bewerbungen zu tun hat, erkennt auf den ersten Blick Bewerbungen, die auf diese dubiosen Ratgeber beruhen und steckt sie ganz schnell wieder gaaaanz weit unten in den Stapel rein, wenn nicht sofort in die Rundablage. Eine Schande ist es den Arbeitslosen ihr weniges Geld durch so was noch aus den Taschen zu ziehen. Eine normale Schulbildung und etwas Hirn reicht dabei völlig aus.

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