Pfarrer Johannes Bengfort eröffnete die Abendmesse in Erle am Samstag mit einer Überraschung: Das Pfarrheim könnte bald in unmittelbare Nachbarschaft zur Kirche verlegt werden. Der Kirchenvorstand St. Silvester habe jedenfalls beschlossen, diese Möglichkeit weiterzuverfolgen. Es herrsche Einigkeit darüber, dass sich mit der Verlegung des Pfarrheims zum Kirchplatz für das gemeindliche Leben in Erle viele Chancen eröffnen würden.
Dem Umzug stehe noch unter dem Vorbehalt, dass die Diözese zustimme und die Finanzierung gesichert sei, sagte gestern Pfarrer Johannes Arntz. „Die Diözese begrüßt aber die Planungen“, berichtete Arntz von ersten Gesprächen. Mit dem Umzug des Pfarrheims vom jetzigen Standort an den etwa 300 Meter entfernten Kirchring könne die Kirchengemeinde ihre Angebote bündeln. Pfarrbüro, Bücherei und Pfarrheim könnten unter einem Dach untergebracht werden.
Dafür müsste die Kirchengemeinde ein Grundstück von der Gemeinde Raesfeld erwerben. Die überplant den Bereich an der Kirche neu und möchte dort betreutes Wohnen ansiedeln. Ein möglicher Betreiber könnte der Caritasverband sein, mit dem bereits erste Abstimmungsgespräche geführt werden. Betreutes Wohnen und Pfarrheim wären dann Nachbarn – sofern alles so kommt, wie es jetzt angedacht ist.
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