In einer Feierstunde im Raesfelder Rathaus überreichte  heute  Landrat Dr. Kai Zwicker an Friedel Sebastian (63 Jahre)  das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Für Bürgermeister Andreas Grotendorst war es das erste Mal, dass er diese hohe Auszeichnung verleihen durften.

Der  Bundespräsident hat  diese hohe Auszeichnung in Anerkennung der  besonderen Verdienste von Friedel Sebastian um Volk und Staat verliehen und würdigt  damit das  langjähriges ehrenamtliche Wirken, vor allem den  wahrhaft unermüdlichen Einsatz des Erlers in der Kommunalpolitik.

„Eine Gemeinschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern die Summe an Hingabe,“ zitierte Landrat Dr. Kai Zwicker den  französische Schriftsteller Antoine de Saint Exupér. “ Mit Ihrem Beispiel, sehr geehrter Herr Sebastian, zeigen Sie uns deutlich auf, dass diese Haltung in unserem Lande heute lebendig ist“, fügte Zwicker hinzu. „Mehr zu tun, als man eigentlich tun müsste. In der Tat: In dem Bewusstsein, dass wir für die Welt, in der wir leben, gemeinsam verantwortlich sind, haben Sie Ihre eigenen Interessen zurückgestellt und etwas für das Gemeinwohl getan. Wichtigen Aufgaben haben Sie sich gewidmet, weil Sie von deren Nutzen für unsere Gesellschaft überzeugt waren. Und: Sie haben dabei nicht nach Zuständigkeiten gefragt oder auf die Uhr gesehen“ , hieß es weiter in der Laudation.

Das ehrenamtliches Wirken  kurz dargestellt:

*1969 Ablegung  der Meisterprüfung im Fleischer-Handwerk. Bis 1998 als selbständiger Fleischermeister im eigenem Fachgeschäften in Raesfeld und Erle gearbeitet. Danach eine Fortbildung   zum Betriebswirt des Handwerks absolviert,  und anschließend als Sicherheitsbeauftragter der Berufsgenossenschaft in der Lebensmittelkontrolle gearbeitet.

*Seit 1972 ist Herr Sebastian Mitglied in der CDU. 1973 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Jungen Union Raesfeld-Erle und war mehrere Jahre als deren Vorsitzender aktiv. Auch innerhalb der CDU Raesfeld-Erle bekleidete er wichtige Funktionen. Als Delegierter für den Kreisparteitag brachte sich Herr Sebastian zu dem auf Kreisebene in die Parteiarbeit ein.

*Von 1984 bis 2009 gehörte Fridel Sebastian, dem Rat der Gemeinde Raesfeld an. Ab 1994 trug er hier Verantwortung als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und ab 1995 als stellvertretender Bürgermeister. Sein Schwerpunkt in der kommunalpolitischen Tätigkeit von Friedel Sebastian war die Weiterentwicklung der Jugendarbeit in Raesfeld und Erle. So setzte er sich für den Bau des Jugendhauses in Erle ein. Und auch die Erschließung neuer Bau- und Gewerbeflächen in der Gemeinde Raesfeld war ihm ein Anliegen.

*Auch das Zusammenwachsen aller Ortsteile war  dem Erler wichtig. Für dieses Ziel arbeitete er bereits seit Beginn seiner Mitgliedschaft in der Raesfelder Werbegemeinschaft, dem heutigen Ortsmarketing Raesfeld. Hier war er  stellvertretender Vorsitzender von 1980 bis 1994.

*Als Mitglied des Kreistags in Borken von 1999 bis 2009 widmete sich Friedel Sebastian schwerpunktmäßig den Anliegen von Handwerk und Gewerbe. Ferner brachte er sein Wissen aus seinem berufsständischen Engagement auch in die Arbeit des Jugendhilfeausschusses ein.

Seit 1982 engagierten er  sich  intensiv und ebenfalls mit hohem Zeitaufwand für die Fleischerhandwerksorganisation. In den Jahren 1986 und 1987 war der heute 63jährige  zunächst stellvertretender Obermeister der Fleischer-Innung Borken, bevor er von 1987 bis 2007 als Obermeister der fusionierten Fleischer-Innung Ahaus-Borken und von 1991 bis 2007 als Vorstandsmitglied des Fleischer-Innungsverbandes Nordrhein-Westfalen Verantwortung übernahmen.

*Weitsicht bewies  Sebastian auch in den Jahren der fundamentalen Neuausrichtung des Lebensmittelrechts, die in seine Zeit als Obermeister der Fleischer-Innung Ahaus-Borken fiel. Er wirkte wesentlich daran mit, das Handbuch zur Festlegung von Eigenkontrollen in handwerklichen Fleischereien praxistauglich auszuarbeiten. Dabei hatte er Verständnis für die Notwendigkeiten der amtlichen Lebensmittelüberwachung, ohne dabei aber die Interessen der Innungsmitglieder zu vernachlässigen.

*Zudem waren ihm die Belange der Auszubildenden stets besonders wichtig und er organisierte  unter anderem Seminare für Auszubildende, gestaltete Berufsorientierungs-Messen mit und war mehrere Jahre als Ausbildungsvertreter beratendes Mitglied der Schulkonferenz des kreiseigenen Berufskollegs Lise Meitner in Ahaus.

*Im Jahre 2007 wurde er  zum Ehrenobermeister der Fleischer-Innung Westmünsterland ernannt und für seine besonderen Verdienste im Berufsstand mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Fleischer-Innungsverbandes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet

*Des weiteren war Friedel Sebastian von 1995 bis 2007 ehrenamtlicher Richter beim Arbeitsgericht in Bocholt war und  für den Heimatverein Raesfeld organisierte er in der Zeit von 1998 bis 2004 vier Wanderwochen für Gruppen von 30 bis 45 Personen.

*Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland  ist Dank und Anerkennung für sein  großartiges ehrenamtliches Engagement, ist Dank und Anerkennung für Ihren wichtigen Beitrag zu einer solidarischen Gemeinschaft.  „Gleichzeitig soll der Verdienstorden eine Ermutigung sein für andere, sich von Ihren Tugenden; Herr Sebastian, anstecken zu lassen. Ich wünsche mir, dass das gute Beispiel, das Sie geben, noch viel mehr Beachtung findet. Denn Vorbilder können nur wirken, wenn man sie sieht“

Auch die Redaktion vom Heimatreport gratuliert  Friedel Sebastian recht herzlich zu dieser außergewöhnlichen Auszeichnung!

Mehr von der Verleihung auf >>>Borio.TV<<<

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1 KOMMENTAR

  1. Glückwunsch Herr Sebastian!

    Für mich ganz persönlich waren die leckeren Wurst- und Fleischwaren aus Ihrem Geschäft an der Kirche Ihr größter Verdienst.

    Leider müssen wir Erler ja heute nach Schwane in Raesfeld oder Bellendorf in Lembeck fahren um vergleichbar gute Qualität zu bekommen, in Erle biete die ja leider keiner mehr an.

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