26 Menschen aus Raesfeld haben in diesem Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Nach Angaben des Kreises Borken seien 2026 bislang fast 350 Menschen eingebürgert worden. Zu einer gemeinsamen Feier hatte Landrat Dr. Kai Zwicker am Montagabend, 5. Oktober, in den Borkener Vennehof eingeladen.
Feier für die neuen deutschen Staatsbürger
„Die heutige Feier markiert einen wichtigen Meilenstein in Ihrem Leben und in der Gemeinschaft unseres Kreises“, sagte Zwicker zur Begrüßung. Er würdigte die Schritte, die die Gäste bis zur Einbürgerung zurückgelegt hätten. Dazu zählten das Erlernen der deutschen Sprache, die Auseinandersetzung mit Politik und Demokratie sowie die Integration am Wohnort. „Alle diese Etappen bis zur Einbürgerung haben Sie erfolgreich gemeistert!“, erklärte der Landrat.
Musik mit persönlichem Bezug
Sandra Schulz-Kügler, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, und Tobias Diehl, Leiter des Fachbereichs Zuwanderung, Aufenthalt und Einbürgerung, führten durch das Programm. Beide Einrichtungen gehören zum Kreis Borken.
Für die musikalische Begleitung sorgten Klarinettist Alen Bajrovic aus Bocholt und Sängerin Pamela Gleba aus Borken. Gleba trat mit Gitarrenbegleitung aus ihrer Band „Pam and the Gang“ auf. Die gebürtige Irin sei nach Angaben des Kreises selbst 2025 eingebürgert worden. „Der heutige Tag bekräftigt noch einmal, wie wichtig gelungene Integration ist“, betonte Zwicker zum Abschluss der Veranstaltung.
Neue Staatsbürger aus 54 Staaten
Die bislang eingebürgerten Menschen stammten laut Kreisverwaltung aus 54 Staaten. Hinzu kämen sieben Personen, die zuvor staatenlos gewesen seien. Die größte Gruppe bildeten 77 Menschen aus Syrien, gefolgt von 28 aus der Türkei und 18 aus dem Kosovo. Jeweils 15 Menschen hätten zuvor die Staatsangehörigkeit Albaniens, Polens oder Rumäniens besessen.
Bei den Wohnorten liege Gronau mit 76 eingebürgerten Personen vorn. Es folgten Ahaus und Borken mit jeweils 59. Raesfeld stehe mit 26 Personen an vierter Stelle, vor Vreden mit 23 und Stadtlohn mit 20.
Rechte und Pflichten mit der Einbürgerung
Mit der deutschen Staatsangehörigkeit seien Rechte und Pflichten verbunden, erläutert die Kreisverwaltung. Eine Aufenthaltserlaubnis werde dann nicht mehr benötigt. Zudem eröffne die Einbürgerung weitere Möglichkeiten bei der Berufswahl, beim Leben und Arbeiten innerhalb der Europäischen Union sowie bei Reisen in zahlreiche Länder.

























