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StartFreizeitEinblick in 100 Jahre Hyperinflation: Die Münzfreunde laden zum Vortrag ein

Einblick in 100 Jahre Hyperinflation: Die Münzfreunde laden zum Vortrag ein

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Die Münzfreunde laden am Dienstag, dem 24. Oktober, zu einem Vortrag ein, der sich dem 100-jährigen Jubiläum der Hyperinflation widmet.

Die Veranstaltung wirft einen Blick auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Phänomen, das Deutschland in der Weimarer Republik erschütterte. Die Veranstaltung findet ab 18:30 Uhr in der Villa Becker statt.

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Die Numismatik als Zeitzeuge

Die Münzkunde, auch Numismatik genannt, dient nicht nur dem Sammeln von Münzen. Als Hilfswissenschaft der Geschichte liefert sie wertvolle Erkenntnisse über ökonomische, politische und soziale Entwicklungen. Ein solches Beispiel sei die Hyperinflation während der Weimarer Republik.

Wirtschaftliche Belastungen nach dem Ersten Weltkrieg

Nach Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg waren die wirtschaftlichen Reparationen und Zahlungen in Goldmark an die Siegermächte eine erhebliche Belastung für die deutsche Wirtschaft gewesen. Der Inflationsprozess hat bereits 1914 begonnen und seinen Höhepunkt im November 1923 während der Weimarer Republik erreicht.

Münzfreunde Raesfeld
©Münzfreunde Raesfeld

Unkontrollierter Geldfluss

Die Reichsbank habe Banknoten in immer höheren Werten gedruckt. Es habe 1922 mit 10.000 Mark begonnen und sei schließlich bei 100 Billionen Mark geendet. Bis zu 135 Privatdruckereien seien in den Druckprozess involviert gewesen, da die Reichsbank allein die notwendige Menge nicht mehr habe herstellen können.

Wirtschaft im Ausnahmezustand

Ein gelernter Arbeiter hat wöchentlich 16,5 Billionen Mark verdient, die Preise für Lebensmittel seien jedoch in astronomische Höhen gestiegen. Ein Pfund Brot habe 20 Milliarden Mark, Fleisch 3,2 Billionen Mark und ein Liter Milch 280 Milliarden Mark gekostet. Selbst für ein Blatt Toilettenpapier seien 5000 Mark verlangt worden.

Die Lösung: Einführung der Rentenmark

Erst die Einführung der Rentenmark, einer grundschuldgestützten Währung, habe das Ende der Inflation markiert. Eine Tageszeitung, die vorher 200 Milliarden Mark gekostet habe, war ab dem 15. November 1923 wieder für 20 Pfennig erhältlich gewesen.

Weitere Informationen bei den Münzfreunden

Für weitere Informationen zum Thema laden die Münzfreunde am 24. Oktober ab 18:30 Uhr in die Villa Becker ein.

In der Veranstaltung soll tiefer in diese bemerkenswerte Periode der deutschen Geschichte eingetaucht werden.

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