Dienstbesprechung im Borkener Kreishaus: Weitere Notunterkünfte für Asylbewerber dringend gesucht

Bezirksregierung Münster wendet sich an Kommunen

Kreis Borken (pd). Vor dem Hintergrund dramatisch steigender Flüchtlingszahlen hat das Land NRW alle Kommunen aufgefordert, weitere Möglichkeiten für die kurzfristige Erstaufnahme von Flüchtlingen zu melden. Bei einer Dienstbesprechung im Borkener Kreishaus schilderte Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller am Montag (03.08.2015) den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern bzw. deren Vertretern die immer schwieriger werdende Situation, die es erforderlich mache, weitere Menschen schnellstmöglich unterzubringen und insoweit vor ansonsten drohender Obdachlosigkeit zu bewahren. Ausdrücklich bat sie darum, entsprechende Immobilien über den Kreis Borken der Bezirksregierung zu benennen. Die außerordentlich prekäre Situation lasse derzeit keine andere Möglichkeit zu, warb sie um Verständnis für dieses Vorgehen.

Gleichzeitig dankte die Regierungsvizepräsidentin für das bisherige Engagement im Westmünsterland, durch das – neben der bereits seit langem bestehenden Zentralen Unterbrinungseinrichtung in Schöppingen – bereits Notunterkünfte in Ahaus, Bocholt und Rhede geschaffen werden konnten. Als beispielgebend stellte sie zudem das große Engagement der Bevölkerung heraus – viele Kleider- und Sachspenden habe es gegeben und es werde auch persönliche Hilfe und Unterstützung angeboten.