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Seit die Kirchturmuhr der St. Silvesterkirche in Erle repariert wurde, vermissen die Dörfler um sechs Uhr in der Früh das Angelus-Läuten. Erst eine Stunde später, also um 7 Uhr geben die Glocken wieder im regelmäßigen Abstand die Zeit an. „Ich hatte damals, als die Uhr defekt war einen Antrag gestellt, dass auch hier in Erle ab 22 Uhr das Schlagen der Glocken eingestellt wird. Es wurde mir aber gesagt, dass eine Umstellung nicht möglich ist, da das Uhrwerk schon so alt sei“, so Arno Brömmel, der darüber hinaus dachte, wenn die Hotels in Raesfeld ihr Nachtruhe brauchen, dann gleiches Recht auch für die Erler.

Erst auf einen Antrag von Pastor Kenkel hin, das Angelus-Läuten in Erle im Rahmen der Fusion der St. Martin Kirche zeitlich um 7 Uhr anzupassen, stimmte der Kirchenvorstand Erle diesem Antrag zu

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5 KOMMENTARE

  1. Ich finde es auch wichtig, dass Erle seinen dörflichen Charakter und seine ursprünglichen Fleckchen behält. Bevor hier aber (ungeprüft?) Gerüchte über einen Abriss des Pfarrheims und eine Umgestaltung des Areals an der Femeiche in die Welt gesetzt werden, wäre es doch vielleicht gut, wenn unsere rasende Reporterin hier mal ermitteln würde.

    Also, Frau Bosse: Los geht’s!

  2. Um es nocheinmal ausdrücklich zu erklären: Dass das Angelusleuten eine Stunde später ist, liegt nicht an Arno, da es ihn nie gestört hat! Es ist ein Gleichziehen beider Kirchengemeinden!

  3. Also bitte, Hotelgäste? Welches Hotel? Ganz Erle soll vom Urlaubs-Tourismus leben und existieren, celawie? Oder wen meinst du mit deinem „wir“?

    Wie viele Touristen übernachten denn in unserem Dorf pro Jahr oder machen gar Urlaub hier und übernachten bei Wilms? Die Handwerker auf Montage müssen eh morgens früh aufstehen, denen kann das 6-Uhr-Läuten kaum auffallen.

    Das Erle Tagestoruristen hat, die für Wilms, Böckenhoff, Rüb, Funke und für das Ciao-Ciao vielleicht noch wirtschaftlich sehr wichtig sind ist unbestrittet, aber das sind Tagestouristen, für die ist der schöne Kirchturm (von uns Erlern übrigens größtenteils selber finanziert, das nur mal als Wink an St. Martin) nochmal so attraktiv wenn mal eine Glocke zu hören ist.

    Aber das wir peu à peu nun unsere Traditionen und unsere Bräuche für eine Handvoll Übernachter pro Jahr über den Haufen und in den Jordan werfen sollen, da bin ich auch dagegen.

    Warum sollten denn die paar Leute überhaupt bei uns übernachten, wenn nicht aus dem Grunde, weil unser Dorf ist wie es ist? Ist es nicht gefährlich, gerade an den paar hervorstechenden Dingen zu rütteln? Sollte man nicht lieber an den paar Stellschrauben drehen, die offenkundig sind?

    Wie gerade hier gelesen gibt es Gerüchte über Anstrengungen von St. Martin, das Grundtück des alten Pastorats OHNE das Pastorat zu verkaufen, also das attraktive Zusammenspiel zwischen Femeiche, Pastors Garten und dem Pastorat mutwillig zu zerstören. Oder das Heimatmuseum, bei dem die Tagestouristen an 6 Tagen in der Woche vor geschlossener Tür stehen und nur Sonntags hereinkommen, wenn sie zufällig zwischen 3 und 5 dort vorbeikommen.

    Was bleibt einem Übernachtugsgast eher in Erinnerung, das er morgens um 06:00 Uhr das Angelusläuten gehört hat oder das er im Dorf und auf den Wegen ums Dorf herum dem Hundekot kaum ausweichen konnte?

    Wer sich ein Fremdenzimmer über einer Gastwirtschaft einmietet, die augenscheinlich DIREKT unter einem Kirchturm liegt oder sich ein Haus oder eine Wohnung im Schatten der Kirche kauft oder mietet, der hat in einem mehrheitlich katholischen Dorf damit zu rechnen, das Glocken läuten. Oder etwa nicht?

    Fahren sie mal nach Bayern oder Baden-Würtemberg und zählen mal die Dörfer, die komplett vom Tourismus leben, ob man dort die Glocken für den halben Tag abschalten könnte. Oder in Billerbeck oder Münster. Die haben wirklich einen Übernachtungstourismus.

    Die lachen une aus.

    Ich finde, hier haben die Erler das Glück gehabt, das sie eine so alte Turmuhr haben.

    Und um auf Arno zurückzukommen: Bei all den zahllosen Verdiensten um Erle, dem Erler Lebensgefühl, den Erler Traditionen und dem An- und Aussehen von Erle, die Arno unzweifelbar zukommen und für die ich auch in Zukunft immer sehr dankbar sein werde, bin ich doch auch sehr erstaunt darüber das gerade Arno diesen Antrag gestellt hat. Ich kann mir das öffentliche Leben ohne u.a. Arno nicht vorstellen, gerade deshalb hat es mich durchaus enttäuscht davon zu hören.

    Was mich nicht abhalten wird, auch weiterhin mir von Arno mein Pils zapfen zu lassen.

  4. Also mal ehrlich: Warum nicht gleiches Recht für alle! Wer die Glocken nicht gewöhnt ist und direkt und fast mit dem Ohr am Kirchturm schläft, dass bedeutet schon eine Menge an Toleranz, nicht während der Nacht aus der Haut zu fahren, oder aus dem Bett zu fallen. Da wir aber von dem leben, was hier in unsere Gemeinde rein kommt, sollten wir in Erle vielleicht auch dann das gleiche Recht haben, unseren Hotelgästen entgegen zu kommen. Ich denke, dass Arno bestimmt einer der wenigen im Dorf ist, der sein Wohl sehr oft im Dienste der Allgemeinheit stellt. In diesem Fall hat nicht Arno entschieden, sondern eine höhere Stelle. Die eine Stunde am Morgen ist Arno völlig egal.

  5. Also doch.

    Ich bin von Arno zutiefst enttäuscht.

    Und wer in Zukunft die Kirche in Gutsherrenart „führen“ wird wurde hier ja auch mal endlich deutlich.

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