Angeschafft wurden 1800 bis 2000 neue Medien.
RAESFELD. Die Raesfelder Bücherei ist gut aufgestellt. Diese Bilanz zieht Bibliotheksleiterin Jutta Weber.
Aber der Standort Erle schwächele seit dem Umzug in die Räume des St.-Silvester-Hauses, sagt sie.
Rund 60.000 Bücher werden von rund 1000 Lesern in Raesfeld und Erle in einem Jahr ausgeliehen, so Weber. Die Raesfelder Bücherei liege konstant bei der Bücherausleihe bei 23.000 bis 25.000 Besuchern.

Aber nicht jeder komme zur Buchausleihe. „Hier wird auch gerne gespielt. Andere kommen regelmäßig ein- oder zweimal wöchentlich, um durch die Magazine zu blättern“, ergänzt sie.
Wenig Platz in Erle für aktive Grundschüler
Mit Blick auf die Erler Bücherei sagt Jutta Weber, dass man sich hier in nächster Zeit etwas einfallen lassen müsse. Gruppenveranstaltungen seien fast nicht möglich. Dabei seien die Erler Grundschüler sehr aktive Leser. Mehr als die Kinder in Raesfeld.
„Hier habe ich seit dem Neubau nicht mehr den Platz für Schulklassen“, sagt Weber über den Standort Erle. So könnten die Bücherregale nur eingeschränkt bewegt werden und es sei nicht so heimelig wie in Raesfeld.
Nicht optimal gelaufen
Alles sei nicht optimal geplant, und deshalb hofft Weber, dass im Zuge der Dorfgestaltung eine neue Lösung gefunden wird.
„Es ist damals dumm gelaufen und ich wurde zu spät in die Erler Planung einbezogen worden“, ergänzt Weber.
Zudem fehlen ihr ehrenamtlichen Mitarbeiter, erklärt die Büchereileiterin. Als einzige Hauptamtliche sei es für sie schwierig, alles zu stemmen. „Ehrenamtliche wachsen nicht auf den Bäumen“.
Das bedeutet, dass viele Arbeiten nicht von Ehrenamtlichen ausgeführt werden können. Zum Beispiel „Leseförderungen“ oder „Medienkompetenzschulungen“. Büchereiarbeit bedeute auch, dass ein ansprechendes Angebot auch seinen Preis hat, personelle und finanzielle Resourcen. Gleiches gilt für jegliche Art von Veranstaltungen wie Lesungen und Schreibwerkstätten.

Tony-Box ist beliebt
Angeschafft wurden bisher viele neue Medien. Bei den Kindern komme die Tony-Box gut an, berichtet Weber. Nicht gerade günstig, deshalb gibt es auch zum Ausleihen keine Box, sondern nur den Stick. Die Kosten dafür belaufen sich pro Stick auf 15 Euro.
Die Büchereileiterin besucht Lehrgänge wie „Der rote Faden – die Bibliotheksstrategie“, um neue Ansätze für eine starke Bibliothek zu finden.
Weber lobt: „Die Kommune und der Träger machen hier auch mit.“ Gemeinsam müsse geschaut werden, wie es mit den Büchereien weitergehe.
Petra Bosse



























