Am Neujahrstag ist Diakon Klaus Elsner aus Erle unerwartet im Alter von 62 Jahren von uns gegangen. Er verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit im Borkener Krankenhaus, wo er als geschätzter Seelsorger tätig war.
Noch am Silvesterabend hätte er wohl wie selbstverständlich die Festmesse zum Patronatsfest in Erle mitgefeiert. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich jedoch bereits seit einigen Stunden auf der Intensivstation, mit einer leider wenig hoffnungsvollen Diagnose.
Klaus Elsner war im Krankenhaus als einfühlsamer Seelsorger bekannt. Er nahm sich Zeit, hörte zu und fand oft die passenden Worte oder Gesten, um Trost zu spenden oder Mut zuzusprechen. Auch außerhalb des Krankenhauses unterstützte er Menschen in Trauer und schwierigen Lebenssituationen. Besonders engagierte er sich für Eltern von Sternenkindern und brachte seine eigene Erfahrung ein. In Erle und Raesfeld schuf er Orte des Gedenkens auf den Friedhöfen, an denen Eltern und Angehörige eines Kindes gedenken können, das vor oder kurz nach der Geburt verstorben ist.
Wertvoller Gesprächspartner
Ich selbst werde Klaus als wertvollen Gesprächspartner in schwierigen seelsorgerischen Fragen vermissen. Seine Menschenkenntnis eröffnete oft hilfreiche Perspektiven. Trotz einer kritischen Haltung gegenüber manchen Entwicklungen in der Kirche blieb er tief in ihr verwurzelt und setzte sich mit Freude dafür ein, die Kirche vor Ort mitzugestalten.
Mit Kolping beschritt er neue Wege und brachte die Kolpingfamilien in Raesfeld und Erle näher zusammen. Seine pastoralen Akzente setzte er mit kleinen, zielgruppenspezifischen Gottesdienstformaten, wie dem Segnungsgottesdienst zum Valentinstag, stets in gelebter Ökumene. In unserer Gemeinde taufte er mit Freude und fand bei Beerdigungen einfühlsame Worte.
Klaus Elsner sprühte vor Ideen und hatte noch viel vor. Manchmal musste ich ihn im Hinblick auf unsere Zeit sogar bremsen. Er wird unserer Gemeinde sehr fehlen.
Rückblick
Im Rückblick war sein letztes Lebensjahr von besonderen Momenten geprägt: Im Sommer feierte er mit seiner Frau Bärbel Rubinhochzeit, und vor wenigen Wochen fand zum 75. Mal der Nikolausumzug in Erle statt. Über viele Jahre hinweg hatte er dem Heiligen Nikolaus, seinem Namenspatron, ein Gesicht verliehen.
Wir wünschen Klaus Elsner die ewige Ruhe bei Gott. Unsere Gedanken sind bei allen, die um ihn trauern, besonders bei seiner Familie.



























