Deutsch ist wieder in – Regionale Küche auch zu Weihnachten – Rezeptvorschlag von André Wachtmeister

Der Mensch ist, was er ißt

Ob im  Restaurant oder auch Zuhause am „heimischen Herd“…seit einiger Zeit gibt es scheinbar einen neuen Trend, denn viele entdecken die  altbewährte  deutsche Küche wieder  neu.

Unter der Devise  „Man isst und trinkt wieder Heimat“ gibt es eine neue Entwicklung beim kochen.

Auch in der  „gehobenen  Küche“  stehen nun  mehr regionale Gerichte  auf der Speisekarte.  Das Comeback dieser deutschen Küche steht sicher auch  für  mehr „Vertrautheit, Sicherheit und Durchschaubarkeit“. Altbewährtes aber trendig ist derzeit „angesagt“.

Zu  Weihnachten hat natürlich jede Familie andere Traditionen. Gänsebraten, Truthahn oder einfach nur Kartoffelsalat mit Würstchen…ganz so wie es jeder mag, lautet hier das Motto.

Für den Koch Andrè Wachtmeister aus Erle besteht die Faszination aber eher aus einer Mischung aus Tradition und Moderne bzw. „Internationalität u. Regionalität“ beim kochen für die anstehenden Festtage.

Er mag es, traditionell und klassisch zu kochen und findet es darüber hinaus schön, dass auch gerade am Weihnachtsfest  Tradition und besondere Momente häufig mit Essen und Trinken verbunden werden. Dabei hat er auch  nichts gegen eine Frikadelle mit Kartoffelsalat zu Weihnachten, aber dann bitte selber gemacht und nicht aus dem Kühlregal, lautet die Devise des Kochs.

Am Heiligen Abend wird’s bei André Wachtmeister  in seiner Menüempfehlung allerdings „international“, denn er serviert Hähnchenbrustfilet in Orangenzimtdressing mit Feldsalat und Lemonenlachswürfel, dazu Fenchelchicoreesalat mit Walnussdressing.

Weihnachten wir es dann „traditionell und regional“  mit seinem Menüvorschlag für Wildschweingulasch mit Rosenkohl und selbstgemachten Klößen. „Das ist immer eine deftige, aber abwechslungsreiche  Sache neben den vielen Süßigkeiten“, so André Wachtmeister, der als Nachtisch dazu eine Creme von gebrannten Mandeln empfiehlt.

Und hier noch eine Rezeptempfehlung von André Wachtmeister
Entenbrust mit Orangen – Brokkoli

 

Zutaten für 4 Personen:

750 g Kartoffeln, Salz, ! Eigelb, 1 Eiweiß, Pfeffer, Muskat

4 El Butter

2 Entenbrust-Filets

2 Schalotten, gehackte Majoran

400 ml Geflügelbrühe

2 EL Preiselbeeren

750 g Brokkoli

Orangen-Zesten (hauchdünne Streifen aus der Schale), davon 60 ml Organgensaft

 Zubereitung

Kartoffeln mit Schale waschen und anschließend in kochendem Salzwasser garen. Abgießen, abschrecken, pellen und zerstampfen. Ei und Eigelb unterrühren. Mit Salz und Pfeffer und geriebenem Muskat würzen.

2 EL Butter portionsweise in einer Pfanne erhitzen, aus der Kartoffelmasse portionsweise kleine Plätzchen backen und warm stellen.

Entenfilets abbrausen, trocken tupfen und auf der Hautseite kreuzweise einritzen.

Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der Hautseite nach unten in einer Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig anbraten, austretendes Fett abgießen.

Filets wenden, in ca. 8 Minuten fertig braten. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Fett abgießen. Schalotten und Majoran in der Pfanne andünsten. Mit Brühe ablöschen, ca. 2 Minuten einkochen lassen. Die Soße mit Preiselbeeren, Salz und Pfeffer abschmecken.

Brokkoli putzen, waschen, in Röschen teilen und ca. 6 Minuten in Salzwasser blanchieren.

2 EL Butter erhitzen, Orangenzesten und Orangensaft dazugeben. Brokkoli darin schwenken, salzen, pfeffern.

Entenfilet aufschneiden. Mit Kartoffelplätzchen, Brokkoli und Preisbeersauce anrichten und sofort servieren.

 Guten Appetit
und ein frohes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch insNeue Jahr wünscht Ihnen

 André Wachtmeister

 

Foto: Michael Franke_pixelio

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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