Was aussieht wie ein Maiskorn, ist eine winzig kleine Schneck am Strand in der Bretagne.

Mindestens 6,1 Millionen Liter Rohöl aus  drei Lecks sind bis jetzt am Meeresgrund im Golf von Mesiki ausgelaufen. Jeden Tag kommen nahezu 800.000 Liter hinzu. Das Öl strömt  aus einem unterirdischen Leck der versunkenen BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon” aus. Mittlerweile ist allen klar: Es handelt sich um eine der größten Katastrophen aller Zeiten. Die teerig-klebrige Substanz bedroht hunderte von Fisch-, Vögel- und andere Arten. Wenn es weiter in diesen Mengen sprudelt, dauert es keine zwei Monate, bis das Ausmaß der „Exxon-Valdez“-Katastrophe von 1989 erreicht ist. Das Tankerunglück gilt als die bisher schlimmste Ölpest. Nun haben die Amis  ein Problem. Der wirtschaftliche Schaden wird  auf zwei bis drei Milliarden Dollar (1,5 bis 2,2 Milliarden Euro) hoch gerechnet. Selbstverständlich kommt die BP für die Kosten auf, ließen sie großzügig verlauten. Aber wem nützt das? Für die BP ist das doch Geld aus der Portokasse. Wer aber kommt für den  ökologischen Schaden auf?  Bis jetzt wird nur davon gesprochen, dass die wichtigsten Schifffahrtsrouten in der Region blockiert sind, denn über dem Golf von Mexico und die Golfküste verlaufen die wichtigsten Schiffsrouten.  Diese befördern,  angefangen von Rohöl, Raffinerieprodukte wie Benzin und Diesel  auch Getreide. Das könnte auch ein Problem für uns in Europa werden. Unvorstellbar, kein Benzin, kein Öl und kein Gas.
[spoiler] Die Ölkatastrophe kann nun zu einem weltweiten Problem werden.  Autofahren nur noch an bestimmten Tagen, Heizen nur bei winterlichen Temperaturen. Schlimm könnte es mit dem Getreide für die 3. Länder werden. Aber da ist ja noch Russland mit seinem großen Getreidespeicher. Jetzt erkennen wir erst einmal, wie wir hochzivilisierte Menschen abhängig  von den Rohstoffen sind. Der Vulkanausbruch auf Island hat uns schon unsere Grenzen aufgezeichnet. Aber das war eine Naturkatastrophe, gegen die wir Menschen, egal wie schlau wir uns halten, noch immer machtlos sind. Die jetzige Ölpest trifft die Menschheit  an ihrer empfindlichsten Stelle – Bequemlichkeit, Luxus und Komfort-. Was aber ist mit all den Tieren die im Unglücksgebiet angesiedelt sind. Der Lebensraum von hunderten unterschiedlichster Tierarten wird unter einer Ölschicht für immer  verloren gehen. Der Mensch kann sich immer wieder aus „der Patsche“ ziehen, aber die Tiere sind uns  Menschen hilflos ausgeliefert und werden auf diesem Wege  von unserem Erdball nach und nach verschwinden. Wem nützt dann noch das schnellste Auto,  die luxuriöseste  Wohnung, wenn vor der Haustür die Vögel nicht mehr am Morgen und am Abend zwitschern. Was ist der schönste Strandurlaub wert, wenn es keine Muscheln, keine Strandflöhe, Seesterne  oder andere  Wassertiere mehr  gibt? Da bekommt der Spruch doch seine gerechte Bedeutung: Es trifft immer die Kleinen, die Großen kommen mit einem blauen Auge davon. In diesem Fall sind nur ein paar schlappe Milliarden Dollar für die Großen. Anschließend wird lustig weiter gescheffelt, für höhere Preise, die wir dann gerne bereit sind, für unseren Luxus zu bezahlen! Nur die Kleinen, die Machlosen, die bleiben auf der Strecke, denn denen kann alles Geld der Welt  nicht mehr helfen. [/spoiler]

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1 KOMMENTAR

  1. Liebe Petra, das musste jetzt in aller Deutlichkeit mal gesagt werden. Als ich von dem Unglück hörte, war es mir, als hätte man mir einen Arm amputiert – so empfand ich mit mutter Erde

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