Der Beobachter – Klatsch und Tratsch (16)

Der Beobachter – Klatsch und Tratsch (16)

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Eilmeldung! – Breaking News!
In der Zeitung stand es noch nicht. Ganz frisch noch ist die Meldung, die heute aus gut unterrichteten Kreisen der Katholischen Kirche durchsickerte. Demzufolge plant das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Seine Heiligkeit Papst Franziskus I., den vom 9. bis 13. Mai des kommenden Jahres stattfindenden Katholikentag in Münster zu besuchen. Er wird dort am Sonntag Vormittag den Abschlussgottesdienst zelebrieren.

Anschließend begibt sich der Pontifex Maximus auf einen als „privat“ bezeichneten Ausflug in die Stadt Raesfeld. Dort wird er seinen Mitbruder aus der Gemeinde Sankt Martin besuchen, den er im Dezember des vergangenen Jahres anlässlich einer gemeinsamen Messfeier kennenlernen durfte, während dieser sich auf einer Romreise befand. Das Gespräch der beiden Gottesmänner nach dem Gottesdienst verlief offenbar in einer derart freundschaftlichen und herzlichen Atmosphäre, dass der emeritierte Gemeindepfarrer den Bischof von Rom spontan zu einem Besuch im Westmünsterland einlud. Angaben des Secretariati Stati zufolge hat der Heilige Vater diese Einladung angenommen.

Die vorläufigen Planungen sehen vor, dass Papst Franziskus I. zum Mittagessen im Pfarrhaus von St. Martin eintrifft. Begleitet wird er dabei von seiner Excellenz, Weihbischof Dr. Christoph Hegge, der durch seine pastorale und familiäre Tätigkeit einige Erfahrung darin besitzt, sicherzustellen, dass vor dem Essen ordnungsgemäß das Tischgebet gesprochen wird.

Nach der Mittagspause wird er sich bei Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge in d-Moll“ (BWV 565) von der Qualität der neuen Orgel in der Raesfelder Pfarrkirche überzeugen und nach einer kurzen Andacht mit den Orgelpfeifenpaten den auf dem Kirchplatz wartenden Gläubigen den Segen „Urbi et Orbi“ – für die Gemeinde Raesfeld und den sonstigen Rest der Welt – spenden.

Anschließend an einen kurzen Besuch der Fem-Eiche wird sich der Pontifex in das St. Silvester Haus in Erle begeben, wo er im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Samstags bei Silvester“ (aus gegebenem Anlaß dieses mal wieder an einem Sonntag) einen Vortrag halten wird. Das Thema lautet: „Gottes Schöpfung begann lautstark mit dem Urknall – oder – Wieviel Radau verträgt eine katholische Kirchengemeinde“. Seine Anwesenheit ist auch für die darauffolgende Podiumsdiskussion geplant, obwohl es dort erwartungsgemäß ziemlich hoch hergehen dürfte. Bekanntermaßen scheue der Papst solche Auseinandersetzungen nicht, schließlich sei er sowas von seiner Tätigkeit in bestimmten Stadtvierteln der argentinischen Hauptstadt ja gewohnt, heißt es.

Den letzten Punkt des offiziellen Programms des Papstbesuchs in Raesfeld bildet eine Vesper, deren geistlicher Teil in der Pfarrkirche St. Silvester stattfindet und der sich anschließende, leibliche Teil im Gasthof Brömmel-Wilms (was sich durch die räumliche Nähe ja anbietet).

Den Abend wird der Pontifex dann mit seiner Rom-Bekanntschaft verbringen. Vermutlich bei einer Flasche (oder mehreren) von diesem wunderbaren Frascati, den es in Castelgandolfo auf dem Rocca di Papa im Supermarkt zu kaufen gibt. Ob das Oberhaupt der Katholiken es danach noch schafft, rechtzeitig vor dem Einsetzen des Nachflugverbotes den Flughafen in Düsseldorf zu erreichen, von wo aus der Rückflug nach Rom starten soll, ist derzeit nicht absehbar.

Die offizielle Pressemitteilung des Heiligen Stuhls zu diesem Ereignis wird vermutlich an diesem Samstag über die Medien verbreitet werden.

Ein pontificales Wochenende
wünscht

DeWo
(der sich schon auf den päpstlichen Urknall im nächsten Jahr freut)

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