Alle Jahre wieder, so auch an diesem Ostersonntag, wurde in Erle auf der Festwiese an der Marienthaler Straße nach der Abendmesser das Osterfeuer angezündet. Nachdem nun seit einigen Jahren das Wetter zu Ostern eher durchwachsen war, schenkte uns Petrus in diesem Jahr herrlich warme Tage. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich der Schützenplatz an der Marienthaler Straße in Erle schnell mit Menschen füllte, die der Tradition des Osterfeuers am Ostersonntag beiwohnen wollten.
Erst einen Tag zuvor schleppten einige Erler Schützen Brennholz heran. Mit dem kurzen Aufbau des Holzhaufens war garantiert, dass sich in den Holzstapeln keine Kleintiere häuslich niedergelassen haben.

Unter Aufsicht des Löschzuges Erle durften die Messdiener, das aufgetürmte Holz mit ihren Fackeln entzünden, welches dann auch binnen kurzer Zeit lichterloh in Flammen stand. Mit dazu bei trug der starke Ostwind, so dass die Flammen hoch gegen den Himmel schlugen.

Musikalisch begleiteten die Erler Jäger das Geschehen, sowie der Kindergarten St. Nikolaus sorgte an diesem Abend für Getränke und Würstchen.
Der Brauch des Osterfeuers stammt aus alten Zeiten und diente dazu, den Winter zu vertreiben – ihn zu verbrennen. Man glaubte, dass der Schein des Feuers eine reinigende Wirkung hätte und die keimende Saat vor bösen Geistern schütze. Und nachdem in diesem Jahr das Osterfeuer in Erle zu einer wahren Brunst mutierte, braucht sich wohl niemand mehr Gedanken über böse Geister machen.




























