Das freut Vati – gefordert wird eine Haushalt Kontrolle

Jetzt ist Schluss mit lustig. Mutti hat jetzt eine Haushalt Kontrolle auferlegt bekommen. Ein Gesetz, was uns deutschen Frauen noch gefehlt hat. Nix mehr  wild und verschwenderisch  im Aldi einkaufen. Geld ausgeben für  massenhafte Designerklamotten der Marke „Aldidas“ oder Firlefanz aus dem 1 Euro Shop. Jetzt wird nach Heller und Pfennig abgerechnet. Schließlich hat der Verdiener hart für das Geld gearbeitet und Mutti soll froh darüber sein, dass Vati ihr einfach mal „mir nix – dir nix“ monatlich Geld in die ausgestreckte Hand gibt, oder wenn er ganz großzügig ist, auf ihr eigenes Konto überweist. Schließlich soll Mutti ja auch froh sein, dass sie Vati den Haushalt führen darf, ihm die Butterbrote schmieren kann und die Bierkästen auch noch ins Haus tragen darf. Schließlich trinkt sie ja mit. Und was das alles kostet und wie lange Vati dafür arbeiten muss. Ab sofort wird ein Ein- und Ausgabebuch geführt. Das ist natürlich notwenig um anschließend kontrollieren zu können, was Existenz- oder Lusxusbedürfnisse waren. Dann kommt der Rotstift zum tragen und hinter jedem Einkauf steht entweder ein dickes rotes Fragezeichen, oder ein Ausrufungszeichen. Das Fragezeichen heißt dann soviel: Musste es denn unbedingt die Milch von Bärenmarke sein. Es gibt auch die 1,5 Prozentige für die Hälfte des Preises. Frisör, was willste da? Merkt doch sowieso keiner wenn du einen neuen Haarschnitt hast. Six-Pack Gummibänder sind billiger für einen Pferdeschwanz. Und auch die Schokolade war überflüssig. Bist ja schon dick genug, heißt es dann. Nur hinter der Biersorte, da steht ein Ausrufungszeichen. Das schmeckt nicht, kaufe bitte das Premium Bier. Diese Plärre kann ja kein Mensch trinken und vergiss  demnächst nicht meine Motor-Sport-Zeitschrift und bezahl das Abo für den Sportkanal  pünktlicher. Für Vati hat das alte Recht noch Gültigkeit: Was lacostet die Welt, Geld spielt keine Rollex.
Ja,  so eine Haushalt-Kontrolle hat was. Schaut man sich die (noch) schuldenfreie Gemeinde Raesfeld an, dann trifft das Sprichwort wieder voll zu: Von nix, kommt halt nix!