Herausforderungen für den öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Bewältigung der Corona-Pandemie

Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisgesundheitsamtsleiterin Annette Scherwinski nahmen an Webkonferenz der Bundeskanzlerin teil.

Kreis Borken. Auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nahmen heute Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisgesundheitsamtsleiterin Annette Scherwinski an einer besonderen Webkonferenz teil. Bereits in den letzten Monaten stellte die Corona-Pandemie den Landrat Zwicker und sein Team vor großen Herausforderungen.

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Neben Kreisgesundheitsamtsleiterin Annette Scherwinski nahm auch Landrat Dr. Kai Zwicker an der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Foto: Kreis Borken

Und so lautete auch das Thema, über das sich die Regierungschefin und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Vertretern von Gesundheitsämtern in ganz Deutschland via Internet austauschten. „Herausforderungen für den öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Bewältigung der Corona-Pandemie“ lautete das Thema,

„Und das sehr fundiert“, wie die Kreisamtsärztin anschließend konstatierte. Sie und der Landrat waren sehr zufrieden darüber, dass sich die Kanzlerin ausgesprochen offen für die Anliegen der Gesundheitsämter zeigte. Inhaltlich ging es vor allem um den neuen „Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst“ von Bund, Ländern und der kommunalen Ebene, der nun mit Leben gefüllt werden soll.

Mehrere tausend Stellen sollen geschaffen werden

Ziel dieses Paktes ist es, den öffentlichen Gesundheitsdienst zu stärken. So sollen in den kommenden zwei Jahren mehrere tausend neue Stellen in den Gesundheitsämtern geschaffen werden. Außerdem soll die Bezahlung der dortigen Mediziner an die der Krankenhausärzte angeglichen werden, um diese Stellen attraktiver zu machen. Der Pakt zielt überdies darauf ab, die Anliegen des öffentlichen Gesundheitsdienstes in universitären Forschung und Lehre sowie in der Facharztausbildung stärker zu verankern.

Keine Entwarnung

Hinsichtlich der Gefährlichkeit des Covid-19-Virus könne er leider keine Entwarnung geben, beantwortete Professor Lothar Heinz Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, eine entsprechende Frage aus dem Kreis der Konferenzteilnehmer. Es gebe bislang keine validen Hinweise darauf, dass sich dessen Wirkung inzwischen abgewächt habe. Corona-Schnelltests seien derzeit noch in der Entwicklung, so Wieler weiter. Wie leistungsfähig sie sein werden, bleibe abzuwarten. Womöglich könnten sie als Vortests in Screeningverfahren eingesetzt werden.

Für den Herbst kündigte Bundesgesundheitsminister Spahn eine Überarbeitung der aktuellen Teststrategie an. Darin einfließen würden auch die Hinweise und Belange der Gesundheitsämter.

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