Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen im EGW-Aufsichtsrat

Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen mit Sitz und Stimme im EGW-Aufsichtsrat
Deren Sprecher Rolf Lührmann (Borken) erinnert an entsprechende Absicht des Kreistages

Kreis Borken (pd). Die kreisangehörigen Kommunen sollen einen Vertreter in den Aufsichtsrat der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) entsenden. Nach Auffassung aller Fraktionen des Borkener Kreistages war dies nach den finanziellen Turbulenzen bei der 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Kreises im Sommer des vergangenen Jahres eine wichtige Maßnahme, um verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen und gleichzeitig für mehr Transparenz bei der Gestaltung der Abfallgebühren zu sorgen. Eindringlich bat jetzt der Sprecher der „Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeister und Beigeordneten im Kreis Borken“, Borkens Bürgermeister Rolf Lührmann, in einem Schreiben an Landrat Dr. Kai Zwicker darum, diese Zusage auch einzuhalten. Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen einer der Landrat oder ein von ihm vorgeschlagener und vom Kreistag bestellter Vertreter ist. Die übrigen acht Mitglieder werden vom Kreistag gewählt.
Am 5. November 2009 hatte die Arbeitsgemeinschaft beschlossen, den Gronauer Bürgermeister Karl-Heinz Holtwisch für den Aufsichtsrat vorzuschlagen. In den Vorschlagslisten zur Besetzung des EGW-Aufsichtsrates nutzten nur CDU und FDP die Möglichkeit, mit Bürgermeister Holtwisch und dem als Vertreter der heimischen Wirtschaft vorgesehenen Bocholter Hans Hund externen Sachverstand einzubinden. Die anderen Fraktionen benannten ausschließlich eigene Fraktionsmitglieder.
Landrat Dr. Kai Zwicker hatte sich in der Kreistagsitzung sehr verwundert über dieses Verhalten gezeigt, da doch gerade von deren Seite stets eine stärkere Einbindung der Kommunen gefordert worden sei. Der Landrat baut nun aber darauf, dass in der Januar-Sitzung des Kreistages, in der die Besetzung des EGW-Aufsichtsrates erneut Thema sein wird, dem Wunsch der Bürgermeister dann von allen Fraktionen Rechnung getragen wird.

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