24,2 Prozent der Wahlberechtigten im Kreis Borken haben mit Stand 06.09.2021 Antrag auf Wahlschein gestellt. 2017 lag der Anteil gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl bei 13,2 Prozent.

Kreis Borken (pd). Immer mehr WählerInnen bevorzugen die Briefwahl. Lag der Anteil der Briefwählerinnen und -briefwähler im Kreis Borken gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl 2017 noch bei 13,2 Prozent, so haben mit Stichtag 6. September 2021 kreisweit inzwischen 67.761 Wahlberechtigte für die diesjährige Bundestagswahl einen Antrag auf Wahlschein gestellt. Das sind 24,2 Prozent der insgesamt 279.442 Wahlberechtigten. Das teilt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster in seiner Funktion als Kreiswahlleiter mit.

Rekordbeteiligung erwartet

Insoweit sei mit einer Rekordbriefwahlbeteiligung zu rechnen. Im Borkener Teil des Wahlkreises 124 – Steinfurt I/Borken I (Ahaus, Gronau, Heek, Legden und Schöppingen) hatten zum Stichtag 18.005 Personen einen Antrag auf Wahlschein gestellt. Das sind rund 23 Prozent der insgesamt 78.042 Wahlberechtigten in diesen fünf Kommunen. 2017 lag dort der Anteil der Briefwähler zum gleichen Zeitpunkt bei 13,3 Prozent.

Briefwahlanträge fast verdoppelt

Im Wahlkreis 126 – Borken II (das sind alle anderen Kommunen im Kreis Borken) haben bisher 49.756 Personen einen Wahlschein beantragt. Das sind es 24,7 Prozent der dort lebenden 201.400 Wahlberechtigten. 2017 lag der Anteil der Briefwähler in diesem Wahlkreis zum gleichen Zeitpunkt bei 13,2 Prozent. Insgesamt hatten hier damals 21,6 Prozent der Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch gemacht.

Zum Hintergrund:

Mit den ihnen inzwischen zugegangenen „Wahlbenachrichtigungen“ können die Wahlberechtigten im Bedarfsfall bei den Wahlämtern ihres Wohnortes auch Briefwahlunterlagen beantragen. Auf der Rückseite jeder „Wahlbenachrichtigung“ befindet sich dafür ein Vordruck, der ausgefüllt an das örtliche Rathaus zurückzusenden ist.

Alternativ können bei den meisten Stadt- und Gemeindeverwaltungen im Kreisgebiet die Briefwahlunterlagen online beantragt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, persönlich im Wahlamt Briefwahlunterlagen zu beantragen. Dort kann man, wenn man möchte, auch gleich an Ort und Stelle seine Stimme abgeben.

Fristen müssen beachtet werden

Briefwahlanträge können bis spätestens Freitag (24.09.2021) vor dem Wahltag bis 18 Uhr gestellt werden. Es wird allerdings empfohlen, Briefwahl möglichst frühzeitig zu beantragen, damit für die Bearbeitungszeit und die Postlaufzeiten zum Antragsteller und zurück genügend Zeit zur Verfügung steht. Der Wahlbrief muss unbedingt rechtzeitig mit der Post abgesandt oder direkt bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle abgegeben werden. Er muss bei der zuständigen Stelle spätestens am Wahlsonntag bis 18 Uhr vorliegen, da dann die Wahl endet und mit der Auszählung der Stimmen begonnen wird. Später eingegangene Wahlbriefe können bei der Stimmenauszählung nicht mehr berücksichtigt werden.

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