Heico Nickelmann wurde auf dem Hellweg in Raesfeld beraubt – Nicht unbekannt ist die Art und Weise dieser dreisten Masche, womit sich die Täter unter dem Namen der  Trickserie „Autobahngold“ Geld erbeuten. Zwei bislang Unbekannte nutzten die Hilfsbereitschaft des 47-jährigen Raesfelders aus und ergaunerten 150 Euro.

Heico NickelmannGegen 15 Uhr befuhr Heico Nickelmann mit seinem PKW die Straße Hellweg in Raesfeld. In Höhe der Einmündung „Zum Ehrenmal“ stand am Fahrbahnrand ein Auto mit eingeschalteter Warnblinkanlage und einen stark gestikulierenden Mann. Augenscheinlich hatte das Fahrzeug eine Panne. Nachdem zuvor zwei vor ihm fahrende Pkw-Führer die Örtlichkeit ohne anzuhalten passiert hatten, hielt der hilfsbereite 47-Jährige an. „Sogleich hatte ich einen Mann mit südländischem Aussehen und sehr schlechten Deutschkenntnissen neben mir auf dem Beifahrersitz sitzen“, so Nickelmann. Der ungebetene Beifahrer bat um die Herausgabe von 100 Euro. „Angeblich sei sein Vater schwer in Berlin erkrankt und dafür braucht er das Geld, was er mir natürlich auch wieder zurückzahlen wollte“, sagt Nickelmann, der schnell bemerkte, dass die Panne nur vorgetäuscht war. Als Nickelmann die 100 Euro verweigerte raus zu rücken, stieg ein zweiter Mann in den Fond des Fahrzeuges. „Jetzt fühlte ich mich schon stark bedroht, denn mir wurde klar gemacht, dass ich entweder freiwillig das Geld rausrücke und man sich gütlich einigen könne, oder es auch anders machen kann“, erinnert sich Heico Nickelmann. Kurz darauf nahmen sich die Täter dann selber 150 Euro aus der Geldbörse. Einer der Männer versprach das Geld auf jeden Fall zurückzuzahlen. Deshalb notierte er sich noch die Telefonnummer des „Helfers“. Im Weggehen warf er zwei goldfarbene Herrenringe sowie eine Visitenkarte auf den Beifahrersitz.

Nachdem die zwei Täter sich das Geld selber aus der Geldbörse von Nickelmann nahmen, stiegen sie anschließend in das angebliche „Pannenfahrzeug“ ein und entfernten sich über die Landesstraße 896 in Richtung Wesel. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen „Rechtslenker“ gehandelt haben. An dem Auto waren gelbe Kennzeichen mit schwarzer Schrift angebracht.

Eine Methode, die der Kreispolizeibehörde Borken nicht unbekannt ist, wie Peter Lefering von der Polizei Borken bestätigt. „Immer wieder versuchen die Betrüger mit dieser Masche, Geld zu ergaunern. Es ist immer die gleiche Methode und meistens sind es Täter aus dem Süd-Ost europäischen Bereich“, so Peter Lefering. Die meist aus dem Ausland stammenden Täter spielen ihren Opfern eine Notsituation vor. Die Täter täuschen meist eine Panne oder Benzinmangel vor. „Es wird auch schon mal kräftig auf die Tränendrüse gedrückt, wie im Fall Nickelmann, wo es einen schwerkranken Vater in Berlin gab. Druck wird in der Regel nicht ausgeübt“, so  Lefering.

Da die Betrüger angeblich keine Euros bei sich haben, oder diese ihnen angeblich gestohlen wurden, bieten sie ihren Opfern im Gegenzug für das „geliehene“ Geld  „Goldschmuck“ an. Dies ist meist eine getragene Kette oder ein Ring. Da der Schmuck den Anschein erweckt, dass er mehr wert ist, als der Geldbetrag, lassen sich immer wieder Menschen auf den Deal ein. „Hierbei handelt es sich jedoch immer nur um Ramsch, was aber die gutgläubigen Helfer meist erst viel später merken“, setzt Lefering hinzu. Bis dahin fehlt von den Betrügern schon jede Spur.

Beschreibung der Männer: 1. Täter: Etwa 60 Jahre alt, ca. 1,70 m groß, korpulent und hatte eine Glatze. Er trug ein gelbes/beigefarbenes Hemd. 2. Täter: Etwa 40 bis 45 Jahre alt, gepflegte Erscheinung, trug ein weißes Hemd. Beide Männer hatten ein nordafrikanisches (marokkanisches) Aussehen.

Was Heico Nickelmann besonders ärgert ist die Tatsache, dass das gestohlene Geld in diesem Fall das Wechselgeld für sein Konzert an diesem Abend für die Kinderkrebshilfe war.

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24 KOMMENTARE

  1. Oh Herr wirf Hirn vom Himmel … Liebe Melanie, für Dich Herr Schliack, oder Andreas, daran erkennt man das Kinderstube und Hirn scheints spärlich ausgestattet ist. Wie dem auch sei. Bleib bei Deiner Meinung und behalte sie besser für Dich. Ich wünsche Dir definitv bei einer Begegnung, dass Du mit Deiner „Eier in der Hose“-Theorie besser davon kommst und Täter mit Wattebäuschen windelweich prügelst. Vielleicht reagieren die Täter ja auch wirklich, wenn Du konsequent „Nein“ sagst, gehen mit gesenktem Haupt und senden Dir noch Blumen mit Fleurop und einem Entschuldigungsschreiben dabei. Sollte die Begegnung allerdings anders ausgehen, so denke vielleicht mal an die Worte. Ne grosse Fresse hat im wahren Leben die Wenigsten weitergebracht !
    In diesem Sinne …. ein schönes Leben … vielleicht trifft man sich mal auf nem Konzert von Heico, dann bitte ich Dich aber jetzt schon freundlich, mir aus dem Wege zu gehen, um uns beiden das Konzert nicht zu vermiesen 🙂

  2. Oh, Schmerz lass nach! Ja, Heico ist übertölpelt worden, aber er lebt doch noch. @hammann & Schliack: ihr solltet euch besser damit abfinden und endlich einsehen, dass der Osterhase auch keine Eier legt. Und das Heico in diesem Fall eben keine Eier in der Hose hatte. Trotzdem finde ich seine Lieder gut – genau so, wie sein soziales Engagement.

  3. Man man man Melanie, Klar ist Anzeige erstattet, und ja wir leben in einem Rechtsstaat. Sicher haben die beiden Herren gesagt das er das Geld freiwillig rausgegeben hat. Es trifft auch zu das Aussage gegen Aussage steht und somit auch davon kommen. Das sind die rechtlichen Grundlagen die solchen Menschen das leben sehr einfach machen. Deswegen musst du dich hier aber nicht auslassen wie eine Wildsau.

  4. Frage: Wurden denn beide Beschuldigte wegen des Vorwurfs der schweren, räuberischen Erpressung oder zumindest wegen des Straftatbestands der Nötigung festgenommen? Liegt überhaupt ein wirksamer Strafantrag seitens des Geschädigten vor oder handelt es sich hierbei um ein Offizialdelikt, das von öffentlichem Interesse ist? Dann wird die Staatsanwaltschaft von sich aus ermitteln. Ist das hier der Fall? Bei aller verständlichen Gefühlsduselei einiger Sozialromantiker, nach Aussage der Beschuldigten hat der Gutmensch das Geld freiwillig herausgerückt. Bis zum Beweis des Gegenteils, insbesondere im Hinblick auf eine strafrechtliche Relevanz, haben beide „Spendensammler“ als unschuldig zu gelten. Wir leben doch in einem Rechtsstaat, wo eben nicht nach belieben medial hingerichtet werden darf. Bevor sich die Redaktionsleitung ihre Befangenheit offenbart, sollte sie zunächst einmal Aufklärungsarbeit leisten, indem sie professionell recherchiert. Ist das zuviel verlangt?

    • also ich werde nicht immer stärker werdenen verdacht nicht los,dass es der „werten“ melanie alles andere als um eine „gerechte sichtweise“ geht…schmunzel…es ist mir persönlich PENG ob die festgenommen wurden,ob die offiziell angeklagt wurden,ob die staatsanwaltschaft das ganze verfolgt….denn ohne beweise ist dies garnicht machbar….aber wie bitte sollen solche beweise getätigt werden,wenn man alleine in diese situation kam??? das ist doch teil des ganzen perfiden planes…damit die immer und jederzeit sich rausreden können….es wurde oben im artikel bereits erwähnt: sowas in der art geschah nicht zum ersten mal…und ich bin mir sicher auch definitiv nicht zum letzten mal….aber ich finde es wie gesagt anmassend,das das opfer nun tatsächlich an die wand gestellt wird und sein wort angezweifelt wird….schäbig ist das in meinen augen… und dieses ganze gelaber rundherum: hätte man nur nen spaltweit das fenster geöffent,hätte man die türen verbarikadiert,hätte man lauter nein geschriene,hätte man den wagen samt zündschlüssel verlassen…wie oben schonmal jemand schrieb : hätte hätte fahrradkette…..nur ein mensch der sich bereits in ähnlicher situation befand,hat im ansatz das recht sich ein urteil zu erlauben…und sonst NIEMAND…..und wenn jemand wie sie melanie,sooo vehemend auf dem thema rumtrampelt,kommt eben schnell der verdacht auf,das sich dahinter jemand versteckt,der einfach am ansonsten tadellosen ruf des herrn nickelmann kratzen will….und wenn ihnen die armen „spendensammler“ doch sooo leid tun,fragen sie mal bei der polizei nach,die haben sicherlich alle erforderlichen daten..dann spenden sie ihnen doch einfach was…sie bekommen schliesslich als dankeschön dann auch einen „wertvollen“ goldring….ich bin definitiv die erste die laut schreit,wenn es um falsche verdächtigungen geht,besonders weil die wirklich übelst enden können…aber A wird hier niemand namendlich angegriffen und B reicht mir persönlich das wort des geschädigten….also sollten sie entweder wie gesagt spenden oder nicht das opfer noch denunzieren,dessen worte anzweifeln und dem ganzen einen echt faden beigeschmack von „süsssaurer rache“ in eventuell anderen angelegenheiten beifügen…. *zwinker
      denn der GUTMENSCH ist tatsächlich ein guter mensch…was dennoch nichts dazu zu sagen hat,denn egal ob es ein von ihnen betitelter „gutmensch“ oder hans klein von der pommes schranke um die ecke ist….kein mensch muss sowas erleben und sich dann auch noch rechtfertigen bzw angreifen lassen müssen….eine bodenlose frechheit…

  5. Schrieb ich so missverständlich oder liegt es am Intellekt des Lesenden?

    Ich fürchte mal letzteres. In meinem Komentar habe ich versucht, mich gedanklich in die Situation des Geschädigten zu versetzen. Ein Vorwurf über dessen Verhalten oder gar Häme in Richtung des Geschädigten kann ich nicht erkennen.
    Ein Auto, welches sich von innen nicht verriegeln läßt ist mir nicht bekannt.

  6. ich bin über facebook hier gelandet und musste zweimal schlucken als ich diese kommentare hier lass…..wie anmassend hier doch tatsächlich die reaktion eines „opfers“ zu beurteilen…mit welchem recht? dabei gewesen sind ausschliesslich heiko nickelmann und die beiden täter..und nur diese drei alleine haben die möglichkeit,diese situation beurteilen zu können….und diese „superhelden“ die es sich wagen hier laut rumzuschreien,sind genau die die in der realität niemals anders handeln würden….was bitte soll man in dieser situation denn machen??? auf der geldbörse strickt sitzen bleiben und hoffen das die beiden „höfflichen herren“ von alleine wieder aussteigen? wie naiv manche menschen doch sind…davon mal ganz abgesehen wer wie wann wo reagiert…..einzigst und alleine eins zählt: heiko nickelmann hat courage bewiesen….er hat angehalten und wollte HELFEN…ein begriff der in der heutige gesellschaft eh immer mehr untergeht….nur noch egomanen unterwegs die an sich selber denken….und gerade weil soviele liebe wegschauen und das gas- anstatt das bremspedal nutzen,wird das helfen immer gefährlicher…hätten andere auch mal hingeschaut was da genau los ist,hätten die täter garnicht die möglichkeit gehabt einen menschen alleine in so eine situation bringen zu können….und vorallem diese melanie geht mir mächtig auf den zacken….du superbraut du….komm in die situation und dann urteile…es geht nicht darum was herr nickelmann hätte anders machen müssen…es geht darum wie kackendreist mittlerweile so gauner vorgehen…und das genau durch solche vorfälle die eh schon sehr knappe hilfsbereitschaft nochmal einige stufen herabgeschraubt werden…..solche leute die hier so rumposauenen sind genau die,die wenn sie selber in eine notsituation kommen und dann hilfe benötigen im nachhinein rumjammern,weil keiner angehalten hat….bei solchen üblen machenschaften wie hier beschrieben,letztendlich doch garkein wunder mehr….aber wie heisst es so schön: lieber mit einem gesunden finger auf andere zeigen,als wie mit einem gebrochenen finger an die eigene nase zu packen….näääch??

  7. Also darf ich hier einige Kommentare so verstehen, dass ein Mensch, der sich zunächst absolut korrekt verhalten hat, indem er seine Hilfsbereitschaft signalisierte, ein Trottel sein soll, weil er sich plötzlich in einer unberechenbaren Situation gegen sein Geld, und lieber für sein weiteres Leben entschieden hat???
    Also, meiner Meinung nach, beweist sich Intelligenz eher durch kluge Entscheidungen zur richtigen Zeit, als durch riskante Verteidigungsversuche die dann gegebenenfalls nach hinten losgehen!!

  8. Heiland, werf‘ Hirn vom Himmel :-O… Jetzt ist der Helfer auch noch selber Schuld, weil er vlt. nicht klar und unmissverständlich „NEIN“ gesagt hat? Was hätten die Täter gemacht?
    „Oh, Du hast NEIN gesagt? Du willst nicht überfallen werden? Entschuldigung, dann war’s ein Missverständnis. Dann steigen wir selbstverständlich wieder aus – ohne dein Geld“…

  9. Hallo Melanie, ich schreibe mir hier keinen geistigen Dünnsinn zurecht, also verstecke ich mich nicht hinter der Anonymität!
    Nun, du stellst Dir die Situation so einfach vor … Klar … ich steige mal eben aus und laufe weg 🙂 Das wäre in Deinem Sinne doch auch feige, oder irre ich mich da … Ehrlich gesagt bekomme ich langsam immer mehr gefallen daran, DICH mal in der Situation zu sehen !

    Ne Grosse Klappe kann man als unbetroffener immer haben. Ich finde so etwas unmöglich. Du solltest Dich mal mit Opfern auseinander setzen. Dir mal erzählen lassen wie sich Menschen in solchen oder ähnlichen Situationen fühlen und welche Gedanken ihnen durch den Kopf gehen. Ich kenne solche Geschichten. Misshandelte oder vergewaltigte Frauen, Männer die unter häuslicher Gewalt leiden oder auch Überfallsopfer. Jede Geschichte ist anders…. und keine davon angenehm für die Opfer. Menschen, die in einer heilen rosaroten Welt leben können das nicht verstehen, und dazu scheinst du auch zu gehören. Mc Gyver und das A-Team sind Filme … diese sind von der Realität weit entfernt …
    Ich wünsche mir eigentlich nur, dass Du in der heilen Welt in der lebst, bleibst und auch Deine geistigen Ergüssen bei Dir behälst, oder aber dich wirklich mal mit Menschen unterhälst die solche Erlebnisse hatten. Vielleicht begreifst Du es dann mal !

  10. Die Headline der Story ist bereits irreführend. Statt „Gutmütigkeit“ müsste es „Dummheit“ heißen. Herr Andreas beklagt sich allgemein über Anonymität, gibt selbst aber nur seinen Vornamen preis. Eine schräge Logik. Und jetzt auch noch Suse? Frau Dämmler ließt die Fakten nicht, siehe Vorbericht und Einschätzung des POLIZEI-Pressesrechers, Zitat: „Druck wird in der Regel nicht aufgebaut.“ Sie beide erzählen also Märchen und biegen sich Ihre Wahrheit so zurecht, wie es Ihnen in den Kram passt.
    Hat der vermeintliche Nothelfer in seiner misslichen Situation denn wenigstens einmal klar und unmissverständlich n e i n ! gesagt? Dann klärt sich die Situation oder sie spitzt sich zu. Wenn er danach seinen Zündschlüssel abgezogen und das Fahrzeug verlassen hätte, wäre die Situation aller Voraussicht nach erledigt. Der geschilderte Ablauf mag situationsbedingt (Schockstarre) vielleicht nachvollziehbar sein, der gefühlt brenzlichen Situation wurde er allerdings keinesfalls gerecht.

  11. Liebe Melanie, mit großem Interesse habe ich Deinen äußerst qualifizierten Kommentar gelesen. Respekt zu Deiner Einstellung. Wie alt bist Du? 5? Mein 6-jähriges Patenkind hat mehr im Kopf. Interessant finde ich, dass Du Heico – wenn auch nur in „Klammern“ – als Vollpfosten bezeichnest, offensichtlich ja aber sein letztes Konzert besucht haben musst, welches er zu Gunsten der Krebshilfe gegeben hat. “Eigentlich nicht so gerne” – genau diesen Satz (und zwar wortwörtlich) hat Heico NUR auf dem Konzert von sich gegeben. Der stand in keinem Zeitungsbericht oder war sonst irgendwo zu lesen. Du besuchst also zunächst das Konzert eines Vollpfostens, suchst anschließend das Internet nach diesem Bericht ab, um dann darüber zu urteilen, wie Heico sich in dieser Situation hätte verhalten müssen? Leidest Du an Langeweile? Könntest ein paar Spenden sammeln für die Krebshilfe!!! Äußerst erwachsen, muss ich schon sagen. Wenn Du schon glaubst, Dir ein Urteil bilden zu dürfen und selber ja so souverän bist und Dich in so einem Moment selber total intelligent verhalten hättest… Warum zeigst Du den Lesern hier dann nicht Deine Souveränität, indem Du Deinen vollen Namen nennst (Bestenfalls sogar Deine E-Mail-Adresse) und damit öffentlich zu Deiner Meinung stehst? Ich denke mir grad nur, wenn ich hier so ein Statement abgegeben hätte – meine Familie, Freunde und Bekannte hätten mir der Reihe nach rechts und links einen hinter die Ohren gehauen, weil sie sich für mich und meine Einstellung in Grund und Boden schämen würden. Vielleicht passiert Dir das ja auch. Aber nicht vergessen – Souverän bleiben, nicht einknicken, stark bleiben und bloß keine Abwehrhaltung – ist uncool und total feige!

  12. Nachtrag: Vor allem dem „Tapferen Schneiderlein“ sei gesagt, ich hoffe auch dir passiert das „nicht“ (oder doch?)! Denn erst dann wirst du merken, wie brav (doof) du selber sein kannst, vor allem, wieviel Zivilcourage du selber hast, wenn in deinem Auto jemand hinter dir sitzt, von dem du nicht weißt, was er in der Hand hält. Außerdem ist RICHTIG und mit VERSTAND lesen echt von Vorteil! Und die Schreibfehler in meinem ersten Post seinen mir verziehen, ich war so in Rage!!!

  13. Ich glaub alles nicht richtig! Feige sind in meine Augen nur die, die hier anonüm Kommentare posten, dass sich mir die Haare sträuben! Ich bin ganz bei Andreas´ Meinung! Ich hoffe ihr kommt nie in diese Situation, andererseits würde ich gerne sehen wie ihr reagiert, wenn plötzlich jemand auf eurem Beifahrersitz sitz und euch bedroht. Ein Leben ist nicht mit Geld zu bezahlen, schon gar nicht mit 150€.
    @Dekina und Shark, oder wie immer ihr wirklich heiße, nur zur Information, ältere Autos haben die Vorrichtung des „Verschließens der Türen“ nicht, aber wahrscheinlich seid ihr in dem Alter, das ihr das nicht mehr kennt!
    Schade, dass es Menschen gibt, die so denken, ich bin sprachlos!
    Sorry Heico, das du so etwas lesen musst!

  14. Nachtrag: wie kommst du auf das schmale Brett das gleichordne Nickelmann das Geld freiwillig rausgegeben hat ? Er hat es unter der Androhung von Gewalt rausgegeben. Also ich denke, der Verlust von Geld ist einfacher zu verarbeiten als 2 Wochen Aufenthalt im Krankenhaus. Und wenn du die Wahl hättest zwischen Geld abdrücken oder der Option von 2 Menschen die Hucke voll zu bekommen, dann würdest du sicherlich versuchen eingeklemmt auf dem Fahrersitz den dicken Typ der rechts auf dem Beifahrersitz sitz mit einem gekonnten Karateschlag außer Gefecht zu setzen und der Typ, der hinter dir sitzt und dir gerade die Hände um den Hals legt, mit gekonnten Joga-bewegungungen in die Bewusstlosigkeit zu transferieren … 🙂 sorry für den Sarkasmus, aber ich finde es absoluten dummsinn hier von Feige zu reden.

  15. Liebe Melanie, ich hoffe nur das du nie in eine solche Lage kommst. Das hat in dem Moment nichts mehr mit Feige zu tun. Du musst dich entscheiden was für dich in dem Moment das beste ist. Wir leben mittlerweile in einer Welt, in der Gewalt Alltag ist. In einer Welt in der man nicht mehr als Kind oder Erwachsener nachts mit dem Rad durch die bauernschaft fahren kann ohne Angst haben zu müssen. In einer Welt in der Kinder und Frauen misshandelt werden und wenn sie den Mund aufmachen noch eine reingehauen bekommen. Sorry, aber für solche Aussagen habe ich keinerlei Verständniss. Es ist immer wieder schrecklich zu sehen wie Leute anonym solche Sachen schreiben können, aber im wahren Leben wahrscheinlich den Mund nicht los bekommen 🙁

  16. Naive Solidaritätsadressen, die eines übertünchen sollen: Herr Nickelmann hat sich mitnichten souverän verhalten (von Vollpfosten will ich hier nicht reden), ob es seinen Fans nun passt oder nicht. Stellen Sie sich einmal vor, dass eine Frau am Steuer gesessen hätte, die auch noch sexuell belästigt worden wäre? Auch sie hätte die Frage nach Sex resolut und eindeutig verneinen müssen, aber nicht mit einen so dummen Spruch, wie zum Beispiel: „Eigentlich nicht so gerne“. Die Dame wäre schlecht beraten, wenn sie darüber hinaus auch noch an sich rumfummeln ließe oder gar ihre Bluse freiwillig öffnen würde. Exakt das hat Herr Nickelmann auf seine Weise über sich ergehen lassen. Sorry, aber das war echt feige.

  17. Ich ziehe als erstes mal meinen Hut vor der Hilfsbereitschaft von Heico. Diese lässt leider heutzutage sehr zu wünschen übrig. Es hätte auch jemand mit Herzinfarkt im Auto liegen können oder wer weiß was…. Zum anderen … Nicht jeder hat ein modernes Fahrzeug welches die Zentralverriegelung aktiviert. Auch ich hätte sicherlich alles rausgegeben wenn einer auf dem Beifahrersitz sitzt und einer hinter mir, von ich nicht weiß ob er ein Messer oder wer weiß was in der Hand hält. Ich würde wahrscheinlich auch meine Söhne und meine Frau vor Augen haben und mir wünschen das dies nun nicht wahr ist. Schlimmer finde ich, das die beiden zwar gefasst wurden und auch das Geld bei sich trugen, aber der deutsche Rechtsstaat sagt … Es steht aussage gegen aussage. Die beiden behaupten das Heico das Geld freiwillig rausgegeben hat … Nunja … Jetzt sind sie wieder auf freiem Fuß und ziehen ihr Ding woanders durch … Ich finde einige Kommentare hier ziemlich ätzend und hoffe nicht das ihr in eine solche Situation kommt ….

  18. Ich bitte euch..
    wenn ich ein Auto mit ausländischem Kennzeichen und südländisch ausssehendem Fahrer + Beifahrer am Straßenrand sehe die vermutlich eine Panne vortäuschen halte ich persönlich wahrscheinlich eh schon gar nicht erst an. Aber wenn doch dann bin ich doch vorsichtig genug und schließe vorsichtshalber die Türen ab (es gibt nicht umsonst die Möglichkeit, dass sich die Türen automatisch ab 5-10 km/h verriegeln) um dann das Fenster erstmal nur einen Spalt runtermachen um zu fragen was denn los ist.
    Wenn man sich nicht mal versucht zu wehren und willenlos das Geld rausrückt dann frag ich mich echt wie weit es mit unserer Gesellschaft schon gekommen ist!

  19. Zitat: „Nachdem zuvor zwei vor ihm fahrende Pkw-Führer die Örtlichkeit ohne anzuhalten passiert hatten, hielt der hilfsbereite 47-Jährige an. „ Was bedeutet diese Bemerkung jetzt; die ersten 2 Fahrer der Fahrzeuge waren nicht hilfsbereit und durch dieses egoistische Verhalten hatten sie Glück. Dann kommt ein hilfsbereiter Mensch vorbei und wird reingelegt. Wie hätte man sich in dieser Situation richtig verhalten sollen? Es kann nicht sein, dass sich wildfremde Menschen zu einem ins Auto setzen oder gar eine Tür aufmachen. Spätestens dann wäre erhöhte Vorsicht angebracht gewesen. Also: Helfen ja, aber bitte mit Vorsicht. Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan.

  20. Zum Verständnis: es war das EIGENE Geld, nicht , nochmal NICHT das gesammelte Geld für die Kinderkrebshilfe!!! ( hier noch ein Dank an alle Spender!!!) Das ein Mensch ( denn auch ein Mann wie Heico ist ein Mensch) einem scheinbar in Not geratenen Menschen helfen möchte nötigt mir den höchsten Respekt ab. Das man sich gegen zwei Erwachsene nicht zwingend mit Gewalt zur Wehr setzt ist aus meiner Sicht mehr als verständlich. Vielleicht war das „tapfere Schneiderlein“ ja schon mal in so einer Situation?! Hattest Du , mit Verlaub, direkt eine passende Antwort, verbal oder nonverbal, parat? Konntest du dich erfolgreich aus dieser Lage befreien? Ohne Verlust oder einer gewalttätigen Konfrontation? Da dann doch lieber das Geld, nochmal das EIGENE Geld her geben und mit dem Schrecken und einer Erfahrung reicher. Ich hoffe das es weiterhin Menschen mit solch einer Courage gibt, die auch das nächste Mal anhalten. Wer weiss, vielleicht ist es ja nächstes Mal ein „tapferes Schneiderlein“ das wirklich Hilfe benötigt!!!! In diesem Sinne: Weiter so Heico, lass dir nicht von solchen „einfältigen“ Kommentaren das Leben schwer machen! Immer gegen den Strom…

  21. Schade, dass einige Leser nicht den ganzen Bericht lesen! Vielleicht sollte ich doch demnächst nicht schreiben, sondern nur Berichte in Form von Comic erstellen! Dann wären die o.g. Fragen doch überflüssig.

  22. Einige Fragen sollten geklärt werden:
    Hat Heico denen wenigstens gesagt, dass er das nicht gut findet? Geht es dem schwerkranken Vater inzwischen besser? Wenn Heico ihre Visitenkarte hat, dann könnte er den Deal doch widerrufen? Einbruch lohnt sich nicht mehr, Heico sei Dank? Ist das eine weitere Geschichte der Gebrüder Grimm?

  23. Bei aller Sympathie für den Gelackmeierten, aber wie brav (doof) darf denn ein Mann sein? Sich aus seinem eigenen Auto, aus seinem eigenen Portemonnaie, sein eigenes Geld am hellichtigen Tag auf dem Helweg klauen zu lassen und dabei tatenlos zusehen? Ich möchte mir gar nicht vorstellen, dass seine Freundin mitgefahren wäre. Wäre der Gutmensch vielleicht für eine Weile spazieren gegangen, wenn die dreisten Typen ihn darum gebeten hätten? Er wäre bestimmt besser dran gewesen, wenn er seine Gitarre laut schreiend als Schlagzeug eingesetzt hätte. Jetzt hat er wenigstens Goldringe, die Krebshilfe nichts?
    Hätte, hätte, Fahrradkette! Es wird kein Held mehr daraus, beherztes Eingreifen sieht anders aus. Zivilcourage oder Feigheit? die Grenzen mögen fließend sein. Keine Schramme abbekommen, nur das Gesicht verloren kann es aber auch nicht sein.

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