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Bagger rollen trotz Coronakrise in Raesfeld

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Trotz Coronakrise rollen in Raesfeld die Bagger – Kämmerer rechnet mit einem Minus von rund 1,6 Millionen Euro – Keine Haushaltssperre

Die Coronakrise hat auch in der Gemeinde Auswirkungen auf den Kassenbestand. Dennoch rollen die Bagger in Raesfeld. Start für die Neugestaltung des Kirchplatzes Erle ist der 15. Juni.

Wie sich die finanziellen Auswirkungen des Coronavirus am Ende des Jahres auf den Gemeindehaushalt niederschlägt, darüber mag der Kämmerer Martin Tesing heute noch nicht spekulieren. „Wir werden sicherlich ein Minus haben. Panik ist sicherlich aktuell nicht angebracht.“

Eingeplantes Minus von 1,6 Mio. Euro für 2020

Fakt jedoch ist, dass bei der Einahme der jährlichen Gewerbesteuer die Gemeinde derzeit schon einen deutlichen Rückgang von 435.000 Euro verzeichnen kann. Der Grund dafür sei laut Kämmerer Martin Tesing, dass in den letzten sechs Wochen 32 Anträge auf Reduzierung der Vorauszahlungen der Gewerbesteuer gestellt wurden.

Der Kämmerer rechnet heute schon mit einem Minus bei der Gewerbesteuer von 30 Prozent, sprich rund 1,6 Millionen weniger, als ursprünglich an Einnahmen (5,4 Mio. Euro) eingeplant war.

Nicht rosiger sehe es beim Gemeindeanteil der Einkommensteuer aus. Diese schlage mit einem Minus von 10 Prozent, 605.000 Euro, zu Buche. Veranschlagt für 2020 seien hier rund 6 Mio. Euro.

Was die Ausgabenseite der Jugendamtszulage betreffe, könne noch keine klare eindeutige Aussage getroffen werden. Weiter erhöhte Kosten habe die Gemeinde durch die Sozialausgaben – HARTZ IV. Bereits, Stand Ende April, gebe es 25 Prozent brutto, 50.000 Euro, Mehrkosten. Auch was die Kreisumlage anbelange, wirke sich diese mit 600.000 Euro Mehrkosten auf den Kassenbestand aus.

Weg fallen auch derzeit die Einnahmen der Elternbeträge für die OGS für April und Mai in Höhe von 15.000 Euro.

Gemeinde hat solide gewirtschaftet

Um heute genau den Minus-Gesamtbetrag zu nennen, dafür sei es definitiv, so Bürgermeister Andreas Grotendorst, noch zu früh. „Wir sind noch nicht am Ende und sollten nicht voreilig handeln“. Und auch Grotendorst sehe hier noch keinen Grund für Panik. „Wir haben letztes Jahr solide gewirtschaftet, und bei einer Millionen Euro weniger in der Kasse machen wir das Rathaus noch nicht zu“. Anders sehe es aus, wenn eine zweite Epidemie-Welle komme. „Dann könne wir über die jetzigen Zahlen ein Ei drüber schlagen“, fügt Grotendorst hinzu.

„Im Moment ist es noch ruhig und Panik ist nicht angesagt. Abgerechnet wird immer am Schluss“, bestätigt auch Tesing. Fakt sei auch, dass alle Zahlen nicht sicher seien, denn: „Wir sind erst am Anfang der Corona-Pandemie“.

Sicher ist sich der Kämmerer jedoch heute schon, dass die Gemeinde das stemmen kann und es keine Haushaltsperre geben werde.

Baugebiete Raesfeld 2020
Neubaubaugebiet van Gent Straße

Unbeeindruckt von der Krise und der aktuell geringeren Einnahmen, gehen die geplanten Baumaßnahmen weiter und die Bagger rollen.

Neubaugebiet Raesfeld

In der Straße Stockbreede und der van Gent Straße haben derzeit rund zehn Häuslebauer angefangen zu bauen. Insgesamt wurden hierfür 23 Bauanträge bei der Gemeinde eingereicht. Insgesamt von 46 der rund 60 Grundstücke sind bereits verkauft.

Im Gewerbegebiet Nord wird derzeit die Baustraße errichtet, sowie ein übergroßes Rückhaltebecken entsteht gerade bei der Firma Nießing.

Mitte sei geplant, die neue Brücke am Karpfenteich zu errichten.

Der Termin für Neugestaltung des Erler Kirchplatzes liegt auch schon fest. Baubeginn ist der 15. Juni. Bis zum 27. November soll hier alles fertig sein.

Darüber hinaus sollen die Arbeiten für eine neue Berieselungsanlage auf dem Erler Sportplatz Mitte Juni, Anfang Juli starten.

Petra Bosse

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