StartGesundheitAugenklinik Ahaus: Forschung beim ESCRS ausgezeichnet

Augenklinik Ahaus: Forschung beim ESCRS ausgezeichnet

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Die Augenklinik Ahaus hat beim ESCRS-Kongress in London internationale Anerkennung erhalten. Ein KI-gestütztes System zur Kunstlinsenberechnung wurde dort als „Best Presented Poster“ ausgezeichnet.

Die Klinik war nach eigenen Angaben mit vier wissenschaftlichen Beiträgen beim Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons vertreten. Der ESCRS zählt zu den wichtigen internationalen Fachkongressen für Katarakt- und refraktive Chirurgie.

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Auszeichnung für KI-gestützte Linsenberechnung

Den Preis erhielt Labib Alshaweesh, Leiter der Abteilung Wissenschaft und Forschung der Augenklinik Ahaus. Vorgestellt wurde ein KI-gestütztes System zur Berechnung von Kunstlinsen bei Kataraktoperationen.

Der sogenannte IOL-Agent analysiert biometrische Merkmale des Auges und soll dabei helfen, für jeden Patienten die passende Berechnungsformel auszuwählen. Damit geht es um die Frage, welche Kunstlinse nach einer Operation möglichst genau zum gewünschten Sehergebnis passt.

  • Untersuchung: 146 Augen wurden ausgewertet.
  • Ergebnis: Die KI-gestützte Auswahl lag in 84,9 Prozent der Fälle innerhalb einer Abweichung von ±0,50 Dioptrien.
  • Einordnung: Nach Angaben der Klinik war die Auswahl damit präziser als die besten einzeln getesteten Berechnungsformeln.

Augenklinik Ahaus war mit vier Beiträgen vertreten

Auch Klinikleiter dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl sowie Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dominik Leclaire (FEBO) präsentierten in London aktuelle Forschungsergebnisse aus Ahaus. Im Mittelpunkt standen moderne Kunstlinsen und die Frage, wie unterschiedliche Linsenkonzepte Sehvermögen, Brillenunabhängigkeit und nutzbaren Sehbereich nach einer Kataraktoperation beeinflussen.

Das neue Fachkrankenhaus war im Frühjahr offiziell eröffnet worden. Heimatreport berichtete damals über die Eröffnung der Augenklinik Ahaus mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Labib Alshaweesh, dr. med. Matthias Gerl und Priv.-Doz. Dominik Leclaire vor der ESCRS-Wand in London
v. l. n. r.: Labib Alshaweesh, dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl und Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dominik Leclaire (FEBO) beim ESCRS in London. Foto: Augenklinik Ahaus

Forschung soll in die Versorgung einfließen

Für die Augenklinik Ahaus ist die starke Präsenz in London ein Erfolg ihres Forschungsprogramms. Die Klinik will internationale Forschung mit der Versorgung vor Ort verbinden und Diagnostik, Operationsplanung und Behandlung weiterentwickeln.

„Für uns ist entscheidend, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur veröffentlicht werden, sondern direkt in die tägliche Patientenversorgung einfließen“, sagt Klinikleiter Matthias Gerl. „Dass wir mit vier Arbeiten beim ESCRS vertreten waren und zusätzlich eine Auszeichnung erhalten haben, ist eine starke Bestätigung für die Entwicklung unseres Forschungsprogramms.“

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