Augenklinik Ahaus Tag der offenen Tür und Einweihung mit Minister Laumann: Am Samstag feierte die Klinik ihre Einweihung und den Tag der offenen Tür. Künftig sind hier auch stationäre Behandlungen möglich, ein wichtiger Schritt für die Versorgung in der Region. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, das neue Fachkrankenhaus kennenzulernen und einen Blick in die modernisierten Räume zu werfen.

Festakt mit prominenter Unterstützung
Die Augenklinik Ahaus hat am Samstag ihre Türen als Fachkrankenhaus geöffnet. Beim Tag der offenen Tür und der Einweihung mit Minister Laumann füllten sich die Räume am Schlossgraben schnell. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von der modernisierten Klinik zu machen.

Auch Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl Josef Laumann nahm am Festakt teil. Mit dem symbolischen Durchschneiden der Schleife wurde die Klinik offiziell eröffnet. Die Inbetriebnahme gilt als besonderes Signal, da in Nordrhein-Westfalen über Jahrzehnte hinweg kein neues Krankenhaus mehr entstanden ist.

Zwei Standorte, ein Konzept
Die Augenklinik Ahaus arbeitet eng mit der Augenklinik in Raesfeld zusammen. Beide Standorte ergänzen sich in der Versorgung der Patientinnen und Patienten. Während in Ahaus nun die stationäre Behandlung möglich ist, bleibt Raesfeld ein wichtiger Standort für ambulante Eingriffe.
Bereits im April 2025 hatte die Augenklinik Raesfeld nach umfangreichen Umbauarbeiten ihre Türen für Besucher geöffnet. Mit der offiziellen Anerkennung in Ahaus als Fachkrankenhaus wird der Verbund nun deutlich gestärkt.

Einordnung für die Region
Mit der Aufnahme in den Krankenhausplan des Landes übernimmt die Augenklinik Ahaus künftig die stationäre Versorgung von Patienten im Münsterland und darüber hinaus. Sie ist damit das einzige Fachkrankenhaus für Augenheilkunde in Nordrhein-Westfalen.
Ahaus baut damit seine Rolle als etablierter Standort in der Augenmedizin weiter aus. Die Entwicklung ist eng mit der Familie Gerl verbunden, die beide Standorte über Jahre geprägt hat.

Moderne Station und neue Möglichkeiten
Im Inneren zeigt sich die Klinik vollständig erneuert. In weniger als einem Jahr wurde die Station grundlegend umgebaut. Entstanden sind fünf modern ausgestattete Zimmer mit insgesamt elf Betten. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad, Arbeitsmöglichkeiten, TV und WLAN.
Die Klinik erfüllt nun alle Anforderungen eines Krankenhauses. Dazu zählen unter anderem verbesserte Barrierefreiheit und ein erweitertes Brandschutzkonzept. Ein entscheidender Fortschritt ist die Möglichkeit, nun auch gesetzlich Versicherte stationär aufzunehmen.

Versorgung für komplexe Eingriffe
Die meisten augenärztlichen Eingriffe erfolgen weiterhin ambulant. Für komplexe Erkrankungen wie Grünen Star oder Netzhauterkrankungen ist eine stationäre Behandlung jedoch notwendig. Genau hier setzt das neue Angebot an.
Klinikleiter dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl erklärte, man habe die Station vollständig neu gedacht und auf ein einheitlich hohes Niveau für alle Patientinnen und Patienten gebracht. „Unser Ziel war es, die Station so zu gestalten, dass jeder Patient sich hier gut aufgehoben fühlt und während seines Aufenthaltes bei uns im Haus eine angenehme Zeit hat“.

Signal für den Gesundheitsstandort
Mit der Eröffnung der Augenklinik Ahaus als Fachkrankenhaus wird ein deutliches Zeichen gesetzt. Während vielerorts Kliniken schließen, entsteht hier ein spezialisierter Standort mit Zukunft.
Der Tag der offenen Tür und die Einweihung mit Minister Laumann machten deutlich, welche Bedeutung dieses Projekt für die Region hat. Im Zusammenspiel mit dem Standort Raesfeld entsteht ein leistungsfähiges Netzwerk der Augenheilkunde im Westmünsterland.






























