Die Kriminalitätsstatistik der Gemeinde Raesfeld zeigt für das Jahr 2023 eigentlich kaum eine große Zunahme an Straftaten gegenüber 2022. Nur im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte, also Betrug, gibt es einen enormen Zuwachs.
Mit einer Zunahme um 517 Prozent in diesem Sektor sticht Raesfeld im Kreis Borken hervor und zählt nun zu den Gemeinden mit der höchsten Betrugsrate im Kreis.
Anstieg der Kriminalität in Raesfeld durch Betrug
Im Jahr 2023 wurden in Raesfeld insgesamt 775 Straftaten registriert. Dies stellt eine erhebliche Zunahme im Vergleich zum Vorjahr mit 368 Gesamtstraftaten dar.
Eine Kategorie „Betrugsdelikte“ positioniert Raesfeld deutlich an der Spitze des Kreises Borken und trägt maßgeblich zur Gesamtzunahme der Kriminalitätsrate in Raesfeld bei.

475 Betrugsfälle
Mit 475 Fällen von „Vermögensdelikten und Fälschung“ liegt Raesfeld weit vor anderen Gemeinden wie Borken (240 Fälle), Heiden (35 Fälle) oder Reken (61 Fälle). Verglichen mit dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 516 Prozent.
Ein Täter, ein Opfer
Was hat zu diesem enormen Anstieg geführt? „Das lässt sich einfach zusammenfassen. Ein Täter, eine geschädigte Person“, erläutert Rentmeister, Pressesprecher der Polizei Borken und bringt es auf den Punkt.
Raesfeld hat sich durch das unermüdliche Wirken eines Einzelnen an die unglückliche Spitze der Liste im Kreis Borken katapultiert, wenn es um Betrugsdelikte geht. „Ganz gleich, wie häufig jemand handelt oder ob es stets dem gleichen Muster folgt. Sobald es zu einer Anzeige kommt, liegt eine Straftat vor“, ergänzt Rentmeister, um das Bild der Situation zu vervollständigen.
Angesichts der bemerkenswerten Anzahl von 475 Betrugsfällen, die im Laufe des Jahres in Raesfeld gemeldet wurden, wird deutlich, dass der Täter oder die Täterin fast täglich einen Betrug verübt haben muss.



























