Kreis Borken zeichnet Schulen als „Zertifizierte Bildungsstätte für Mobilität und Sicherheit“ aus

Pilotprojekt für weiterführende Schulen / Drei Mal Förderung in Höhe von 1000 Euro zu vergeben

Kreis Borken (pd). Im vergangenen Jahr hat die Polizei insgesamt 46 Schulwegunfälle im Kreisgebiet verzeichnen müssen. Mit einer neuen Initiative will die Arbeitsgemeinschaft Verkehrserziehung und –aufklärung im Kreis Borken (ArGV) etwas dagegen unternehmen: Alle weiterführenden Schulen können nun als „Zertifizierte Bildungsstätte für Mobilität und Sicherheit“ ausgezeichnet werden, wenn sie sich für die Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung stark machen. Unter allen Schulen, die die Mindestanforderungen erfüllen und zertifiziert werden können, werden drei Förderungen in Höhe von jeweils 1.000 Euro vergeben.

Alle weiterführenden Schulen im Kreis haben in den vergangenen Tagen ein Info-Schreiben zu dem Pilotprojekt bekommen. Die Initiative im Kreis wird von der Unfallkasse NRW und der Landesverkehrswacht NRW unterstützt. Landrat Dr. Kai Zwicker, der die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat, ermutigt alle Schulen, teilzunehmen und ihre Aktivitäten und Ideen zu dokumentieren, um zertifiziert zu werden. „Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn es schon im Schuljahr 2016/17 gelingen könnte, gleich mehrere Schulen zu zertifizieren und zu belohnen für ein besonderes Engagement zum Wohle unserer Kinder“, so Dr. Zwicker.

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Auf dem Fahrsicherheitstrainingsplatz in Gescher-Estern findet jedes Jahr die Unfalldemonstration für Schülerinnen und Schüler statt.

Um das Zertifikat zu erhalten, müssen die Schulen

– das Themenfeld in einen praxisorientierten Unterricht integrieren,

– die Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer in die Planung und Organisation des Unterrichts und der Projekte einbeziehen

– eine Kooperation mit Polizei, Behörden und weiteren Organisationen pflegen.

Außerdem sollte die Schulkonferenz einen entsprechenden Beschluss fassen. Vorhandene, durchgeführte und geplante Konzepte und Aktivitäten, Projekte und Unterrichtspläne sollten gesammelt, dokumentiert und anhand eines Anforderungskataloges selbst bewertet werden, bevor die Bewerbungsunterlagen an den Fachbereich Verkehr des Kreises versandt werden. Anschließend sichtet eine Expertenjury aus Vertretern des Schulamtes, der Verkehrswacht, der Arbeitsgemeinschaft für Verkehrserziehung und –aufklärung sowie des Fachbereichs Verkehr die Unterlagen. Das Zertifikat wird für einen Zeitraum von vier Jahren ausgestellt.

Interessierte Schulen können bis zum 21. Oktober 2016 formlos ihre Bewerbung ankündigen, Bewerbungsschluss ist am 5. Mai 2017. Die Zertifizierung soll voraussichtlich Anfang Juli 2017 sein. Fragen zur Initiative und zur Zertifizierung beantwortet der Fachbereich Verkehr des Kreises Borken, Bernhard Sieverding, Tel. 02861/82-2030.