Kfz-Zulassungen gingen im Jahr 2009 leicht zurück

260.898 Fahrzeuge tragen das Kennzeichen BOR

Kreis Borken (pd). Die Zahl der Kfz-Zulassungen im Kreis Borken ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Insgesamt wurden 2009 im Kreisgebiet 59.733 Fahrzeuge zugelassen. Das sind etwa 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. 2008 waren 61.093 Fahrzeuge zugelassen worden. „Der Rückgang ist damit geringer ausgefallen als befürchtet worden war“, erklärt der Leiter der Zulassungsstelle, Heinz Josef Beckmann. „Die Abwrackprämie hat den Fahrzeugumsatz offensichtlich weitgehend stabil gehalten.“
Bei den Neuwagen kletterte die Zahl der Anmeldungen sogar von 14.467 im Jahr 2008 auf 16.020 im Jahr 2009. „Abgewrackt“ wurden nach der Statistik der Zulassungsstelle im Kreis 7.822 alte Fahrzeuge. [spoiler]

Dadurch erhöhte sich auch die Anzahl der Kfz, die außer Betrieb gesetzt wurden, gegenüber dem Jahr 2008 um 5,6 Prozent auf insgesamt 50.189 Fahrzeuge.
Am 31. Dezember 2009 trugen genau 260.898 Fahrzeuge das Kennzeichen BOR (Vorjahr 256.784). Im Einzelnen handelt es sich dabei um 182.231 Pkw, 62.533 Nutzfahrzeuge, wie Lkw, Anhänger, Traktoren und andere Zugmaschinen, sowie 15.134 Motorräder. Aus der Zeit bis 1975 gehören noch 526 Fahrzeuge mit AH-Kennzeichen (Kreis Ahaus) und 91 Fahrzeuge mit BOH-Kennzeichen (Stadt Bocholt) zum aktuellen Fahrzeugbestand im Kreisgebiet.
„Kundenservice hat in den drei Kfz-Zulassungsstellen des Kreises oberste Priorität“, betont Ludger Stienen, Fachbereichsleiter Verkehr des Kreises Borken. Dass der Kreis Borken dabei auf dem richtigen Weg ist, beweist eine Auszeichnung des ADAC. Der Club kürte die Zulassungsstelle Borken im Frühjahr 2009 zur „servicefreundlichsten Zulassungsstelle in NRW“.
Die Zulassungsstellen in Ahaus, Bocholt und Borken haben jeweils einen Einzugsbereich von etwa 100.000 bis 150.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. „Das bedeutet für unsere Kundinnen und Kunden kurze Anfahrtswege“, so Stienen. Die Zulassungsstelle ist die Abteilung der Kreisverwaltung mit dem höchsten Publikumsaufkommen. Die Technik wurde in den vergangenen Jahren ständig weiterentwickelt, das Personal immer wieder neu qualifiziert. „Ich bin froh, dass wir so engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben“, erklärt Ludger Stienen. „Ziel ist es, die Wartezeiten für unsere Kundinnen und Kunden möglichst gering zu halten, und das gelingt uns meistens auch.“ Im Durchschnitt werden 80 Prozent der Besucherinnen und Besucher sofort oder nach weniger als zehn Minuten Wartezeit bedient.
Wer die Zulassung beschleunigen will, kann im Internet bereits im Vorfeld sowohl sein Wunschkennzeichen als auch einen Termin reservieren. Den Service der Zulassungsstellen finden die Bürgerinnen und Bürger im Internet unter www.kreis-borken.de/zulassungsstelle. Der Kreis Borken warnt vor privaten Anbietern, die mit ähnlich lautenden Adressen im Internet Geschäfte machen wollen. „Sie vermitteln auf ihrer Internetseite dem Verbraucher das Gefühl, dass er sich auf der Online-Service-Seite der Zulassungsstelle oder des Straßenverkehrsamtes befindet“, so Stienen. „Das ist aber nicht der Fall. Es werden Serviceleistungen angeboten, die teuer zu bezahlen sind, aber in Wirklichkeit dem Verbraucher keine Vorteile bringen.“ Ein Anbieter wirbt zum Beispiel mit der Reservierung von Wunschkennzeichen. Dabei werden zusätzlich zur Gebühr des Kreises 9,60 Euro fällig, obwohl jeder über die Internetseite des Kreises Borken sein Wunschkennzeichen ganz einfach selbst reservieren kann.
Auswirkungen auf die Zulassung hat eine Änderung, die mit Beginn des Jahres in Kraft getreten ist. Seit dem 1. Januar gibt es in Deutschland keine gesonderte Plakette mehr für die Abgasuntersuchung (AU). Die AU ist jetzt Bestandteil der Hauptuntersuchung. Und mit der HU-Plakette wird gleichzeitig bestätigt, dass die Abgasuntersuchung erfolgreich bestanden wurde. Damit passt sich Deutschland EU-Standards an. Ab sofort muss daher bei der Anmeldung von Fahrzeugen keine gesonderte AU-Bescheinigung mehr vorgelegt werden. [/spoiler]