Vermittlungsstelle zählt im vergangenen Jahr 18 Adoptionen

Der Kreis Borken und die Städte Ahaus, Borken und Gronau werben für die Aufnahme von Pflegekindern als Alternative

Kreis Borken (pd). 18 Adoptionen konnte die Adoptionsvermittlungsstelle, die der Kreis Borken gemeinsam mit den Städten Ahaus, Borken und Gronau betreibt, im vergangenen Jahr abwickeln. Das sind sechs mehr als im Jahr zuvor. Bei all diesen Fällen wurden die Kinder von Verwandten und Stiefelternteilen adoptiert. Bei den insgesamt zwölf Adoptionen aus dem Jahr 2014 handelte es sich bei zwei Fällen um die Aufnahme eines fremden Kindes, die übrigen zehn Kinder wurden ebenfalls von Verwandten oder Stiefeltern adoptiert.

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Aktuell liegen Bewerbungen von zwölf Paaren vor, die Adoptiveltern werden wollen. Eine realistische Hoffnung können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises und der Städte aber nur wenigen von ihnen machen. „Der Vielzahl der Bewerber, die sich eine Adoption wünschen, steht nur eine kleine Anzahl von Kindern gegenüber, die zur Adoption freigegeben werden“, erklärt Andrea Homann von der Vermittlungsstelle in Gescher. „Nur wenige Eltern, die ihr Kind nicht selbst versorgen können, sind bereit, in eine Adoption mit allen Konsequenzen einzuwilligen.“ Eine Alternative für Paare, die einem Kind ein Zuhause bieten wollen, sei es deshalb, ein Pflegkind aufzunehmen, um das sie sich dann vorübergehend oder dauerhaft kümmern.

Paare und Familien sollten sich mit den Anforderungen bei der Aufnahme eines Pflege- oder Adoptivkindes auseinander setzen, betont Andrea Homann. Unterstützt und geschult werden sie hierbei durch die zuständigen Fachkräfte der Adoptionsvermittlungsstelle und der Pflegekinderdienste. Dabei werden die Besonderheiten eines Pflege- oder Adoptivkindes besprochen. Außerdem wird thematisiert, wie es gelingen kann, ein fremdes Kind in die eigene Familie zu integrieren. Zeigen sich die Bewerberpaare als geeignet, haben sie die Möglichkeit, ein Kind in ihre Familie aufzunehmen.

Die Pflegkinderdienste suchen Paare und Familien, die ein Kind bei sich aufnehmen möchten. „Die Aufgabe ist eine besondere Herausforderung und bereichert den Alltag der Familie in den verschiedensten Facetten“, sagt Andrea Homann. Dank Pflegeeltern haben viele Kinder die Chance, wieder Vertrauen in sich und ihr Umfeld zu gewinnen und sich gesund zu entwickeln.

Nähere Informationen, auch zur Aufnahme eines Pflegekindes, gibt es bei der „Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle der Städte Ahaus, Borken, Gronau und des Kreises Borken“ im Fachbereich Jugend und Familie der Kreisverwaltung Borken, Nebenstelle Gescher, unter der Telefonnummer 02542/956724 sowie bei den Jugendämtern der Städte Ahaus, Borken und Gronau.