Kreis Borken erhält Förderbescheid in Höhe von rund 184.000 Euro von der Bezirksregierung Münster
Kreis Borken (pd). Die Bezirksregierung Münster hat die achtzigprozentige Förderung der vertiefenden Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Regio.Velo.01 für den Trassenabschnitt Isselburg bis Velen bewilligt. Ein entsprechender Förderbescheid über rund 184.000 Euro wurde jetzt an Landrat Dr. Kai Zwicker übersandt. Damit kann die Beauftragung der ausgewählten Arbeitsgemeinschaft „Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH aus Dortmund – PTV Transport Consult GmbH aus Düsseldorf – Goudappel Coffeng Ingenieurgesellschaft aus Deventer (NL)“ erfolgen. Diese wurde seit September zurückgestellt, da die Erteilung des Förderbescheids erst jetzt, nach Aufhebung der im Juli verhängten Landeshaushaltssperre, möglich wurde.
Die Arbeiten sollen nun unverzüglich beginnen. Für die Erarbeitung der vertiefenden Machbarkeitsstudie wird eine Dauer von rund sieben Monaten veranschlagt. Demnach könnten die Ergebnisse der vertiefenden Machbarkeitsstudie voraussichtlich im Spätsommer beziehungsweise Herbst 2015 vorgestellt und beraten werden.
„Von der vertiefenden Machbarkeitsstudie erwarten wir klare Antworten speziell auf die Fragen des konkreten Streckenverlaufs, der Verkehrspotentiale und Kosten-Nutzen-Relationen“, erläutert Projektkoordinator Michael Weitzell aus der Stabsstelle des Kreises Borken.
Auf Grundlage der Studienergebnisse sollen die politischen Gremien der beteiligten Projektkommunen schließlich darüber befinden, inwieweit der Planungsprozess fortgeführt wird. An die vertiefende Machbarkeitsstudie könnte sich – vorbehaltlich entsprechender kommunalpolitischer Zustimmungen – als nächster Schritt die Erarbeitung von Ausführungsplanungen anschließen. Dies wäre zwingende Voraussetzung, um eine bauliche Realisierung erster Teilabschnitte der Trasse zu ermöglichen.
Weiterhin von zentraler Bedeutung bleibt die Frage der Baulastträgerschaft für Radschnellwege. „Hier muss das Land seinen zuletzt bekräftigten Absichtserklärungen nachkommen und möglichst zeitnah Rechtssicherheit herbeiführen. In Anbetracht der prognostizierten Investitions- und Unterhaltskosten kann die Baulast praktisch nur vom Land getragen werden“, erklärt Landrat Dr. Kai Zwicker.
Zum Hintergrund:
Im Rahmen der Regionale 2016 verfolgen die Städte Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken, Velen, Gescher und Coesfeld sowie die Kreise Borken und Coesfeld die Projektidee „Radschnellweg Westliches Münsterland REGIO.VELO.01“. Mit dem Radschnellweg Regio.Velo.01 soll von Isselburg bis nach Coesfeld eine optimale Infrastruktur für schnellen Radverkehr mit getrennten Fahrspuren für beide Richtungen entstehen, die die Orte an der Strecke weitgehend kreuzungsfrei miteinander verbindet. Dadurch soll die Nutzung des Fahrrads und E-Bikes im Alltag für neue Zielgruppen und größere Reichweiten interessant werden.
Das Projekt wurde im November 2013 im Landeswettbewerb „Radschnellwege“ prämiert und hat im Qualifizierungsverfahren der Regionale 2016 die Kategorie „B“ erreicht. Weitergehende Informationen zum Projekt gibt es unter www.regiovelo.info.



























