Informativ – Erste Pflegemesse in Raesfeld

Es war das erste Mal, dass sich in Raesfeld interessierte Menschen auf einer Messe rund um die Themen Pflege, Leben und Wohnen im Alter informieren konnten.

Andreas Gerdes, Hospizkoordinator informierte über Palliativpflege und Hospizdienst
Andreas Gerdes, Hospizkoordinator, informierte über Palliativpflege und Hospizdienst

In der Sebastianschule erwarteten am Sonntag auf der 1. Pflegemesse rund zehn Stände, wo sich jeder schlaumachen konnte. Angefangen von der Tages- Kranken- und Altenpflege, Palliativpflege  und Hospizdienst bis hin zum letzten „Wohnen“ in Wohngemeinschaften. In den letzten Jahren hat sich hier viel getan, denn schließlich will jeder Mensch wissen, wo er im Alter unterkommt. „Die Menschen sind informierter. Ein Grund dafür auch, dass sich die Familienstrukturen verändert haben. Kinder wohnen weit weg, Großfamilie gibt es nicht mehr. Das ist mit Ursache dafür, dass der Bedarf an Informationen gestiegen ist“, sagte Andreas Gerdes, der an diesem Sonntag über Hospiz und Palliativdienst Fragen beantwortete.

Pflegemesse Raesfeld
Erste Pflegemesse bot reichlich Information

Wohnen im Alter. Wie können wir Mama und Papa später versorgen? Eine Frage, die nicht nur ältere Ehepaare interessiert. „Was den Bedarf am Leben und Wohnen im Alter anbelangt, sind hier nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Kinder sehr interessiert. Und natürlich auch Ehepaare, die nicht warten wollen, bis sie zum Pflegefall werden“, so Andreas Gerdes, leitender Hospizkoordinator vom Caritas Verband Borken.

Gut zu tun hatten auch die Fachkräfte im Raum für Tages- und mobile Pflege. „Viele kommen zum Beispiel mit Fragen wie, was ist Kassenleistung und was nicht. Darüber beraten wir auch über Möglichkeiten der häuslichen Pflege, bieten Schulungen in den eigenen vier Wänden an und fahren zu den Betroffen raus“, so Claudia Grave, Mitarbeiterin der Pflegewerkstatt Borken.

Gefragt waren Informationen rund um Hilfmittel, um leichter durch den Alltag zu kommen
Gefragt waren Informationen rund um Hilfmittel, um leichter durch den Alltag zu kommen

„In den letzten Jahren hat sich, was die Hilfsmittel anbelangt, sehr viel getan. Vor rund 20 Jahren, in der Förderzeit unserer schwerbehinderten Tochter, haben wir selber viel improvisiert und experimentiert“, so Andrea Holtkamp aus Raesfeld. „Heute sind diese Sachen alle in jedem Sanitätshaus gang und gebe“, fügte Andrea Holtkamp hinzu, die jetzt hier auf der Messe nicht unbedingt etwas Neues erfahren hat, aber dennoch die Messe direkt vor Ort sehr informativ fand, um auf einen Blick überhaupt einmal zu sehen, was es alles gibt.