Antibiotika resistente grüne Gen-Kartoffel – Amflora

Kartoffelernte-Erle-4Gentechnik – hin und her – in Deutschland ist diese so unbeliebt wie kaum anderswo. Verbraucher sehen hier bei den gentechnisch veränderten Pflanzen große Risiken und ein Nutzen von gentechnisch veränderten Pflanzen ist nicht ersichtlich.

Mittlerweile gibt es seit 2009 in 25 Ländern 14 Millionen Landwirten die auf 134 Millionen Hektar Land gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut haben.

Besonders „Monsanto“ steht immer wieder im Fokus. Der Anbau von der Maissorte „Mon 810“ wurde verboten. Grund: Ungeplante Risiken für andere Tiere und Pflanzen. Nun hat sich aber ein großer Konkurrent von „Monsanto“ eingemischt und gepunktet. Die EU hat nun nach 13 Jahren nach dem Antrag erlaubt, die Konkurrenzkartoffel „Amflora“ in Europa anzubauen.

Was ist Amflora?

Amflora ist im eigentlichen Sinne gar nicht als Lebensmittel gedacht, sondern es handelt sich hierbei um eine Knolle, die in einer anderen Zusammensetzung als gewöhnliche Kartoffeln Stärke in einer völlig anderen Zusammensetzung produziert. Optimal für den industriellen Einsatz, besonders für BASF, die in einem Werbeprospekt damit werben, dass Amflora Druckpapier zum Glänzen bringt und dafür sorgt, dass das Papier die Druckfarbe annimmt und es dadurch hochwertiger macht.

Darüber hinaus sorgt Amflora auch dafür, dass Sprühbeton besser an der Wand haftet und es macht auch noch Garn reißfester.

Der Verbraucher hat von dieser Knolle kein persönliches Nutzen, dagegen aber höhere Risiken, wenn die EU diese als „kontrollierbar“ einstuft. Es wird auf Dauer nicht ausbleiben, dass demnächst einige Amflora-Knollen mit normalen Kartoffeln vermischt in die Lebensmittelproduktion gelangen.

Freigegeben ist eine Verunreinigung von 0,9 Prozent in Lebensmittel, und dieser Grenzwert gilt auch für gentechnisch veränderte Pflanzen.

Antibiotika-Resistenz

Amflora trägt eine Antibiotika-Resistenz in sich. Diese könnte sich beim Verzehr von Amflora auf Bakterien des Magen-Darm-Trakts übertragen. Die Mikroorganismen würden dann unempfindlich gegen die Antibiotika Kanamycin und Neomycin werden. Von der Weltgesundheitsorganisation werden beide als ein sehr wichtiges Antibiotika eingestuft. wichtige Antibiotika eingestuft. Bei der Bekämpfung von Tuberkulose kommt zum Beispiel Kanamycin zum Einsatz. Dass die Resistenzen von der Knolle übertragen werden, ist zwar ein geringes Risiko – aber trotzdem vorhanden.

Vertrauen für die so angepriesene grüne Gentechnik ist die Amflora bestimmt nicht. Zum Glück sträuben sich einige deutsche Stärkehersteller, diese Knolle anzubauen.

Da aber eine vollständige Trennung von normalen und Genkartoffeln nicht umsetzbar ist, wäre es möglich, dass die Lebensmittelindustrie erst einmal ein klares Veto gegen den Amflora-Anbau ein legen.