Organspenden retten Leben-nur 25 Prozent besitzen einen Organspendeausweis

 Kreis Borken (pd).  Jeder Mensch kann selbst in die Verlegenheit kommen, auf Spenderorgane angewiesen zu sein. Umfragen zufolge würden drei von vier Deutschen ihre Organe nach dem Tod spenden – doch nur 25 Prozent besitzen einen Organspendeausweis. Mit dem jetzt im Bundestag verabschiedeten neuen Transplantationsgesetz hofft die münsterländische SPD-Abgeordnete Ingrid Arndt-Brauer, dass sich mit einer sogenannten Entscheidungslösung die Zahl der potenziellen Spender in Deutschland erhöht. Das Gesetz sieht vor, dass jeder Bürger wenigstens einmal im Leben bewusst mit der Frage konfrontiert werden soll, ob er oder sie zur Organspende bereit ist. „Ich bin der Auffassung, dass der Staat fragen darf, ob jemand sich bereitfindet, nach seinem Tod Organe zu spenden“, begründet Arndt-Brauer ihre Zustimmung.

Die Politikerin, selbst Inhaberin eines Organspendeausweises – ermutigt die Bürgerinnen und Bürger in den Kreisgebieten Borken und Steinfurt, auch Organspenderin bzw. -spender zu werden: „Krankenkassen und private Krankenversicherungsunternehmen werden mit dem neuen Gesetz ausdrücklich verpflichtet, ihren Versicherten geeignetes Informationsmaterial zu

Organ- und Gewebespenden zur Verfügung zu stellen. Durch geeignete Sachinformationen lassen sich bei vielen Menschen Ängste oder Vorbehalte abbauen.“

Foto: (Quelle Marco Urban) Gruppenbild der Organspenderinnen- und –spender der SPD-Bundestagsfraktion (Ingrid Arndt-Brauer, 3. Reihe, 2. von li.)