Ehemann tötete im Mai Ehefrau – Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster und der KPB Borken

Am Mittwoch, dem 05.05.2010, wurde eine 51-jährige Frau aus Ahaus in ihrem Haus leblos in der mit Wasser gefüllten Badewanne aufgefunden. Reanimationsmaßnahmen der eingesetzten Rettungskräfte waren erfolglos verlaufen. Da die Todesursache ungeklärt war, wurde die Polizei hinzu gerufen.

Der damals 53-jährige Ehemann der Verstorbenen hatte angegeben, seiner Frau das Badewasser eingelassen zu haben und dann das Haus verlassen zu haben, um Brötchen zu holen. Als er nach ca. 15 Minuten zurückgekehrt sei, habe er seine Frau leblos in der Badewanne vorgefunden und als ausgebildeter Arzt sofort mit Reanimationsmaßnahmen begonnen. Da diese erfolglos gewesen seien, habe er in einer benachbarten Arztpraxis Hilfe geholt und einen Passanten gebeten, einen Notruf zu tätigen.

Die Staatsanwaltschaft ordnete damals eine Obduktion des Leichnams an, in der Ertrinken als Todesursache festgestellt wurde. Konkrete Hinweise auf Fremdverschulden hatten sich aus der Obduktion nicht ergeben.

Im Mai dieses Jahres ergaben sich aufgrund einer Zeugenaussage Ungereimtheiten, so dass Staatsanwaltschaft und Polizei weitere Ermittlungen durchführten. Diese Untersuchungen ergaben einen Tatverdacht gegen den Ehemann der Verstorbenen, der ab Mittwoch der vergangenen Woche durch Ermittler der Direktion Kriminalität intensiv vernommen wurde.

Am Freitag, dem 30.09.2011, legte der 54-jährige Ahauser ein Geständnis ab und räumte ein, seine Frau am 05.05.2010 bis zum Eintritt des Todes unter Wasser gedrückt zu haben.

Der 54-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster dem zuständigen Haftrichter des Ahauser Amtsgerichtes vorgeführt. Dieser folgte dem Antrag und ordnete Untersuchungshaft wegen Verdacht des Totschlags gegen den Ahauser an.