Wenn der landwirtschaftliche Betrieb direkt am Dorfrand liegt

Ausschuss für Umwelt besichtigte Hof Terstriep in Ahaus-Alstätte / Betriebsleiter setzt auf aktuelle Lüftungstechnik

Kreis Borken (pd). Der Umweltausschuss des Kreistages hat am Mittwoch (28.10.) den Hof der Familie Terstriep in Ahaus-Alstätte besucht. Das Dorf ist in den vergangenen Jahrzehnten immer näher an den Betrieb herangerückt. Dennoch konnte Betriebsleiter Heinz Terstriep ausbauen. Mittlerweile hält er 1.400 Sauen.

Der Landwirt erläuterte, mit welcher Technik sich die Emissionen von Ställen reduzieren lassen. Auf dem neuen Stall ist eine Anlage installiert, die Abluft wäscht, bevor sie nach außen dringt. Terstriep skizzierte den großen Wettbewerbsdruck, mit dem heute jeder Landwirt umgehen müsse. Auch deshalb sei jeder Bauer gefordert, mit seiner Nachbarschaft im Gespräch zu bleiben. Nur so könne gegenseitiges Verständnis entstehen.

Rede und Antwort standen auch Richard Riedel, Leiter des Fachbereichs Bauen, Wohnen und Immissionsschutz beim Kreis Borken, und Roland Schulte, Leiter des Fachbereichs Natur und Umwelt.

Anschließend tagten die Mitglieder des Ausschusses unter dem Vorsitz von Magdalene Garvert im Landgasthof Haarmühle. Dort referierte Riedel, welche Auflagen Landwirte erfüllen müssen, wenn sie neue Ställe bauen wollen und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen für Genehmigungen gelten.

Weiteres Thema der Sitzung war die Weiterführung des Projekts „Region in der Balance“. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten einmütig dafür, das Projekt mit den Pilotkommunen Ahaus, Gescher, Gronau und Raesfeld weiter voranzutreiben. Am 27. Oktober findet im Kreishaus eine Zukunftswerkstatt statt. Ähnliche Veranstaltungen sollen noch innerhalb dieses Jahres in den vier Orten folgen.