Kreisverwaltung kontrollierte Verhalten der Verkehrsteilnehmer in Erle

Zu hohe Geschwindigkeiten auf Straße, die stark von Schülern genutzt wird

Raesfeld-Erle (pd). Mit zahlreichen Aktionen macht sich der Kreis Borken für mehr Sicherheit auf dem Schulweg stark. Neben Kampagnen wie „Kreis Borken sieht gelb“, die von Radio WMW initiiert wurde und unter anderem von der Sparkasse Westmünsterland unterstützt wird, und Besuchen in den Schulen gehören auch Kontrollen dazu. Zurzeit überprüft der Fachbereich Verkehr verstärkt in der Nähe von Schulen, ob sich dort die Fahrzeuglenker an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. Nun liegen auch Messergebnisse für Erle vor.

Messung am 13. September im Bereich der Silvesterschule, der als Tempo 30-Zone ausgewiesen ist. Von 7:40 bis 9:30 Uhr lag das Verkehrsaufkommen dort bei insgesamt 161 Farzeugen. Festgestellt wurden elf Übertretungen im Verwarnungsgeldbereich (bis 35 Euro). Die maximale Überschreitung betrug 16 Stundenkilometer. Der Bremsweg auf trockener Fahrbahn beträgt bei Tempo 30 bereits 13 Meter. Bei gefahrenen 46 Stundenkilometern verlängert er sich um 11 auf 24 Meter. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von unvermindert 46 Stundenkilometern kann sich jeder die Folgen ausmalen. „Ein Opfer würde schwerste Verletzungen erleiden oder nicht überleben“, erklärt Bernhard Sieverding aus dem Fachbereich Verkehr des Kreises. „Bei überhöhter Geschwindigkeit ist ja vor allem der längere Anhalteweg ein Problem. Bei Einhaltung der zulässigen 30 km/h hätte das Fahrzeug hingegen rechtzeitig stehen können.“