„comeback 50“ macht ältere Arbeitslose mobil

Bisher 235 Vermittlungen / Mobilitätstag am 27. Juli

Kreis Borken (pd). 235 ältere Arbeitslose haben seit dem Beginn des Projekts „comeback 50“ einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Diese Zahl teilt jetzt das Jobcenter im Kreis Borken mit. „comeback 50“ begleitet ältere Langzeitarbeitslose seit Mitte 2009 auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt. Zu den vielfältigen Angeboten gehören neben beruflicher Qualifizierung auch Maßnahmen der Gesundheitsförderung, Verhaltens- und Kommunikationstrainings, Bewerbungsunterstützung, gemeinsame Stellensuche sowie PC-Trainings. Botschafter des Projekts ist Borkens ehemaliger Landrat Gerd Wiesmann.

Am 27. Juli machen die Projektpartner die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mobil. Und das im wörtlichen Sinne. Ältere Arbeitslose sollen sich in Gruppen selbst auf den Weg nach Essen machen, um sich im Berufsförderungszentrum Essen über verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten zu informieren und anschließend die Zeche Zollverein zu besuchen.

„Langzeitarbeitslosen fällt es oft schwer, sich nach langer, erfolgloser Stellensuche aktiv um einen Arbeitsplatz zu bemühen“, erklärt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. „Für sie ist es eine Herausforderung, so mobil zu sein, dass sie wieder eine Stelle in näherer oder fernerer Umgebung annehmen können.“

Der Mobilitätstag soll praktische Kenntnisse vermitteln. „Manche müssen sich erst an die neuen technischen Anforderungen im Öffentlichen Personennahverkehr gewöhnen“, erläutert Projektleiterin Susanne Woldering. Dazu gehöre die oftmals komplizierte Suche nach der besten Verbindung und dem günstigsten Tarif. Mit dabei sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Städten Essen, Krefeld und Mönchengladbach, dem Rheinkreis Neuss sowie den Kreisen Borken und Wesel. Diese Regionen arbeiten bei der Betreuung älterer Langzeitarbeitsloser zusammen und nehmen gemeinsam an der Bundesinitiative „Perspektive 50plus“ teil.

Der Mobilitätstag in Essen ist Teil einer ganzen comeback50-Mobilitätswoche im Kreis Borken. In den beiden „comeback50-centern“, an der Akademie Klausenhof in Rhede und der BBS Westmünsterland in Ahaus, finden vom 25. bis 29. Juli vielfältige Aktivierungs- und Mobilitätsmaßnahmen statt. So stehen beispielsweise ein Autopannenkurs speziell für Frauen, ein Kurs über das Flicken von Fahrrädern und eine Fahrradtour mit Ziel Unternehmensbesuch auf dem Programm der Aktionswoche.

Das „comeback50-center“ für das südliche Kreisgebiet befindet sich in der Akademie Klausenhof Rhede, Schlossstraße 1, Tel.: 02852/891354. Das „comeback50-center“ für den Nordkreis ist in den Räumen des alten Kreishauses Ahaus, Bahnhofstraße 93 (Eingang A, 4. Etage), angesiedelt, Tel.: 02561/6990. Fragen zu Inhalt und Organisation beantwortet für die Kreisverwaltung Susanne Woldering, Tel.: 02861/82-1245. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.comeback50-borken.de.