Gütesiegel hilft Umweltschutz und Kosteneinsparungen zu verbinden
Kreis Borken (pd). Vertreterinnen und Vertreter des Kreises und der Stadt Borken haben sich jetzt ein Bild davon gemacht, wie die Autohaus Bleker GmbH in den Umweltschutz investiert und damit gleichzeitig Kosten spart. Ein Jahr nach dem Einstieg in das Projekt Ökoprofit stellte sich das Unternehmen in Borken der Prüfung. Das teilt der Kreis Borken mit. Im Vordergrund standen dabei Themen wie der Umgang mit Gefahrstoffen, die Energienutzung im Unternehmen und die Abfallentsorgung.
Das Autohaus Bleker ist einer von 13 Pilotbetrieben im Kreis Borken, die sich mit Unterstützung der Beratungsfirma B.A.U.M. GmbH seit einem Jahr auf die Prüfung zum Ökoprofit-Betrieb vorbereiten. Sind alle Anforderungen erfüllt, erhalten die Unternehmen am 23. September im Sportschloss Velen die Auszeichnung. Im Projektjahr haben die Unternehmen in acht Workshops Erfahrungen ausgetauscht und Maßnahmen angestoßen, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Kosten sparen. Betriebsrundgänge mit Fachleuten lenkten den Blick auf Schwachstellen in punkto Umweltschutz im Unternehmen.
Die Firma Bleker hat unter anderem Druckluftleitungen abgedichtet, Leuchten ausgetauscht und das Heiz- und Lüftverhalten geändert, um den Energieverbrauch zu senken. Energieteamleiter Wolfgang Plücker, der die Maßnahmen angestoßen hat, sieht mit Spannung der Jahresrechnung der Energielieferanten entgegen. Dann wird sich zeigen, ob die Maßnahmen echten Ökoprofit gebracht haben.
„Ökoprofit“ ist ein betriebliches Beratungs- und Zertifizierungsprogramm. Es fördert den Einsatz von integrierter Umwelttechnik und eignet sich vor allem für mittelständische Unternehmen. Umweltschutz um jeden Preis ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr erwerben die Teilnehmer Wissen, analysieren ihre Betriebsabläufe, nutzen das Fachwissen der Berater und tauschen Erfahrungen aus. Umweltschutz und Kosteneinsparungen stehen im Vordergrund. „Damit gehen sie schon den ersten Schritt auf dem Weg zum Umweltmanagementsystem“, erklärt Hubert Grothues als Leitender Kreisbaudirektor.
„Ökoprofit“ wurde 1991 in Graz entwickelt und bereits in rund 80 deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. Kreis Borken und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken sind Träger der ersten Ökoprofit-Runde im Westmünsterland. 80 Prozent der Kosten trägt das Land NRW. Zusätzliche Förderung kommt von der VR Bank Westmünsterland und einer Reihe weiterer Volksbanken aus der Region.
Foto: Das Autohaus Bleker will Umweltschutz und Kosteneinsparungen verbinden. Über die Maßnahmen sprachen (v.l.): Fabian Loos, B.A.U.M. Consult (Beratungsbüro), Edith Gülker vom Kreis Borken, Wolfgang Plücker, der das Energieteam bei Bleker leitet, Marco Gottwald, Geschäftsführer Marketing/Kommunikation in der Bleker-Gruppe, Stephan Pfeffer, Technischer Beigeordneter der Stadt Borken, und Axel Schulze-Höckelmann, Kundendienstkoordinator in der Bleker-Gruppe.



























