5.369 Männer und Frauen im Kreis Borken sind länger als ein Jahr ohne Job / Landrat Dr. Kai Zwicker erwartet weiter rückläufige Zahlen
Kreis Borken (pd). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken ist im März leicht gesunken. Der „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“ registriert aktuell 5.369
erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung stehen. Gegenüber Februar sind das acht Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es im Kreis Borken aktuell 803 Langzeitarbeitslose weniger. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt im Kreisgebiet nun bei 2,7 Prozent (Februar: 2,8 Prozent).
Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im März ebenfalls zurückgegangen und liegt derzeit bei 12.588 Personen (-39 im Vergleich zum Februar). Hierzu gehören auch Personen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, gehören ebenfalls zu dieser Gruppe. Insgesamt haben im März 18.495 Personen (-77) in 8.749 Bedarfsgemeinschaften (-11) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Zu diesem Kreis zählen auch Kinder unter 15 Jahren und weitere nicht erwerbsfähige Angehörige der Langzeitarbeitslosen.
Der Rückgang sei zwar nur leicht, bedeute aber dennoch eine Entwicklung gegen den Trend der vergangenen Jahre, betont Landrat Dr. Kai Zwicker. In den letzten Jahren hatte die Langzeitarbeitslosigkeit im März stets zugenommen. „Für die nächsten Monate erwarte ich weiter rückläufige Zahlen“, so Zwicker.
Der Blick in die Statistik für die Städte und Gemeinden des Kreises zeigt, dass sich der Arbeitsmarkt im Zuständigkeitsbereich des „Service-Punkt ARBEIT“ im März überwiegend positiv entwickelt hat. In Borken ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit -19 Personen absolut am stärksten zurückgegangen, gefolgt von Ahaus mit -13 Personen und Vreden mit -12 Personen. In Bocholt ist die Zahl der langzeitarbeitslosen Personen mit +20 und in Gescher mit +18 Personen am stärksten gestiegen. Im Jahresvergleich verzeichnet Borken mit -160 Personen absolut den stärksten Rückgang, Gescher mit +54 Personen den stärksten Anstieg bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen.
Die Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.
Für das Kreisgebiet liegt diese Quote unverändert bei 2,2 Prozent. Die höchste Belastung weist weiterhin die Stadt Bocholt mit 3,3 Prozent aus, gefolgt von Gronau mit 3,1 Prozent und Borken mit 2,9 Prozent. Ahaus als weitere mittlere kreisangehörige Stadt steht mit 1,3 Prozent deutlich besser da. Borken, Heek, Rhede, Velen und Vreden können einen Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat verzeichnen. In Gescher, Heiden, Isselburg und Legden gab es hingegen einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent.



























