

Kreis Borken (pd). E-Books und andere digitale Möglichkeiten werden die Methoden, mit denen Schülerinnen und Schüler lernen, in Zukunft deutlich verändern. Darüber waren sich die 70 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Politik und Kommunen einig, die jetzt im Borkener Kreishaus an einem Workshop teilgenommen haben. Unter dem Titel „KIT2015 – Zukunftsszenarien medialen Lernens am Berufskolleg“ erläuterten zahlreiche Referentinnen und Referenten, wie Schulen die neuen Möglichkeiten einsetzen können. KIT steht für „Kommunikations- und Informationstechnologien“.
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er dankte den Systemadministratoren der sechs kreiseigenen Berufskollegs, die den Tag organisiert hatten. Für die Zukunftschancen der Jugendlichen im Kreis Borken sei es immens wichtig, dass sich der Unterricht an die neuen Möglichkeiten anpasse. Die Wirtschaft profitiere von derart vorgebildeten Bewerberinnen und Bewerbern.
Bernd Overkamp vom Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus und Thomas Kottenstede vom Berufskolleg Borken zeigten auf, wie Lehrerinnen und Lehrer durch den Einsatz neuer Software ihre Schülerinnen und Schüler individueller fördern können. „Lücken, die sich zum Beispiel durch eine große Spezialisierung des Ausbildungsbetriebes ergeben, können sie dadurch gezielt schließen“, erklärte Overkamp.
Referenten aus der IT-Branche, von Schulbuchverlagen und Hochschulen gaben Einblicke in Möglichkeiten digitalen Lernens. Professor Heinz Humberg erläuterte, wie in der Ingenieurausbildung an der Fachhochschule Gelsenkirchen, Standort Bocholt, verschiedene Lehr- und Lernmethoden kombiniert werden. Dabei setzt die FH insbesondere in der Ausbildung von Ingenieuren sowohl auf Präsenzveranstaltungen als auch auf E-Learning-Phasen. „Das Konzept verbindet die Effektivität und Flexibilität von elektronischen Lernformen mit den sozialen Aspekten der Face-to-Face-Kommunikation“, so Humberg.
Was bei professioneller Präsentation und Geschäftsaktivi¬tät im Internet berücksichtigt werden muss, demonstrierte Andreas Banger von der Volksbank Gronau-Ahaus. Er stellte strategische Überlegungen der Bank bei der Gestaltung des eigenen Internetauftritts vor.
Welche Gefahren beim Umgang mit dem Internet lauern, darauf machte Johannes Karl von der Firma „Time for kids“- Infor¬mationstechnologie aus Berlin aufmerksam. Er stellte verschiedene didaktische Filterinstrumente, die Schulen einsetzen können, vor und sensibilisierte für Wachsamkeit gegenüber Themen wie Pornografie, Gewalt und Rechtsradikalität. „Erschreckend, was alles geht“, lautete das Fazit nach dem Auftritt von André Meyer vom EDV-Labor IT-Services AG aus Münster. Er zeigte, wie mit geeigneten Instrumenten Angriffe auf Internet-Teilnehmer möglich sind.
Weitere Informationen zur Tagung gibt es im Internet unter www.kit2015.de.



























