Elektronische Wildwarnanlage längs der B 224

Die Bundesstraße B 224 zwischen Erle und Dorsten/Freudenberg ist an manchen Tagen ein einziger Tierpark.   Dicht gedrängt stehen  teilweise ganze Herden Hirsche, aber auch Wildschweine am Straßenrand.  Nun soll hier eine Wildwarnanlage zwischen Rhader Weg und dem Forsthaus entstehen.

Die Bundesregierung finanziert aus dem Konjunkturparket II Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen. Neben dem Neubau der Grünbrücke an der A 31 wird nun begleitend der Bau einer elektronischen Wildwarnanlage geplant. Mit der Errichtung der Grünbrücke und der elektronischen Wildwarnanlage sollen die Austauschbeziehungen der Rotwild-Teilpopulation künftig wieder ermöglicht werden.

Gegenstand der Planung ist die Sicherung der Wege durch Gitterroste und Tore entlang der B 224.

Zur Funktionsweise einer Wildwarnanlage sollen über Sensoren die Seitenräume beidseitig der Straße erfasst werden. Gelangen Tiere in den Erfassungsbereich eines Senors, schickt diese einen Impuls an die zentrale Steuerung. Über die Steuerung werden die Wechselverkehrszeichen aktiv geschaltet und blinken auf. Ist das Wild aus der Gefahrenzone verschwunden, schaltet die Anlage wieder ab, wird aber sofort wieder aktiv, wenn sich wieder oder noch Tiere im Erfassungsbereich befinden. Geplant ist eine Wildwarnanlage auf 400 Meter im Bereich des Hauptwildwechsels geplant.

Der Wildschutzzaun wird auf der gesamten Länge der B 224 von der B 58 bis an den Knotenpunkt Brannenschnede/Hatkamp in Raesfeld-Erle errichtet. An fünf Zuwegen werden Gitterroste als Wildsperre vorgesehen (Rhader Weg beidseitig, Forstshausweg, Huxelweg, Parkplatz). Die übrigen Wege werden mit Toren gesichert, um eine Querung von Wild über die B 224 zu verhindern. Fünf Tore für den KFZ-Verkehr sind vorgesehen an: Markenweg, Kiesgrube, Zum Dicken Stein, Barkeler Weg und die Zufahrt ehem. Go-Kart-Gelände.

Die Tore werden mit Selbstschließungsvorrichtungen vorgesehen. Für eine Weiterfahrt ist eine Arretierung bei Öffnung erforderlich. Die Tore haben eine Höhe von zwei Meter  und einer lichten Weise von 3,50 Meter. Zur Sicherheit der Reitwege werden sechs Türen im Zuge des Wildschutzzaunes entlang der B 224 vorgesehen. Die Türen sollen als sebstschließende Pendeltüren ausgeführt werden.

Der Baubeginn der Maßnahme, soll laut der Gemeinde Schermbeck am 1. August 2011 sein. Die Inbetriebnahme ist zum 30.11.2011 geplant.

Die Geräte reagieren auf Bewegung und Temperatur. Das bedeutet: Gerät ein Tier in den Erfassungsbereich eines Sensors, schickt dieser einen Impuls an die zentrale Steuerung. Die Gesamtkosten belaufen sich  auf 400.000 Euro kosten und wird aus dem  Konjunktur-Paket II-Bundesmitteln „zur Wiedervernetzung von Lebensräumen“ finanziert.