Kühle Temperaturen, aber gute Stimmung auf der Sportanlage in Dorsten-Hardt. Am Freitagnachmittag fanden dort erstmals die Special Olympics statt. Einer der freiwilligen Helfer war Otto Vennhoff aus Raesfeld, der die Sportler bei den Wettbewerben unterstützte.
Die Special Olympics sind eine internationale Sportbewegung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Bei den Wettbewerben können die Teilnehmer ihre sportlichen Fähigkeiten zeigen, sich miteinander messen und gemeinsam Erfolge feiern.

Nach dem Ruhestand ein neues Hobby entdeckt
Für Otto Vennhoff gehört die freiwillige Mitarbeit bei großen Sportveranstaltungen inzwischen fest zu seinem Leben. „Nachdem ich in den Ruhestand gegangen bin, habe ich etwas Sinnvolles für mich gesucht“, erzählt er. Als sportbegeisterter Mensch habe er eine Beschäftigung gesucht, bei der er seine Interessen mit einer sinnvollen Aufgabe verbinden könne.
Sein Weg führte ihn 2023 zu den Special Olympics World Games nach Berlin. Dort war er erstmals bei einer großen internationalen Veranstaltung als Volunteer, also als freiwilliger Helfer, im Einsatz. Seitdem erhält er regelmäßig Informationen über weitere Sportveranstaltungen und entscheidet selbst, wann und wo er mithelfen möchte.

Bei den Siegerehrungen bekommt er Gänsehaut
Was ihn besonders begeistert, sind nicht die sportlichen Höchstleistungen, sondern die Menschen. „Gerade bei Special Olympics ist es nicht nur der Sport, sondern es sind eher die Sportler, die im Mittelpunkt stehen“, sagt Vennhoff.
Vor allem bei den Siegerehrungen werde deutlich, was diese Wettbewerbe für die Teilnehmer bedeuten. Wenn er sehe, mit welcher Freude sie ihre Erfolge feiern, bekomme er regelmäßig Gänsehaut.
Auch der Umgang miteinander unterscheide sich nach seinen Erfahrungen von vielen anderen Sportveranstaltungen. Ausgeprägtes Konkurrenzdenken erlebe er kaum. Die Teilnehmer freuten sich nicht nur über eigene Erfolge, sondern auch über die Leistungen der anderen. „Es ist nicht so, dass nur die Nummer eins zählt“, beschreibt Vennhoff seine Eindrücke.

Drei Wochen im Jahr für den Sport unterwegs
Rund drei Wochen im Jahr nimmt sich der Raesfelder für seine freiwilligen Einsätze Zeit. Dabei beschränkt er sich nicht auf die Special Olympics. In diesem Jahr war er beispielsweise auch bei einer großen Basketballveranstaltung der Frauen in Berlin als Helfer dabei.
Seine Begeisterung für den Sport begleitet ihn schon lange. Viele Jahre spielte er Badminton beim TSV Raesfeld. Heute ist er dort noch passives Mitglied und besucht weiterhin die Weihnachtsfeiern und Sommerfeste des Vereins.

Dass sein Hobby auch Geld kostet, nimmt Vennhoff in Kauf. Für seine Einsätze erhält er keine Vergütung. Bei größeren Veranstaltungen muss er teilweise sogar Anreise und Unterkunft selbst bezahlen. „Ich sehe das quasi für mich wie Urlaub“, sagt er. Dafür bekomme er Einblicke hinter die Kulissen großer Sportveranstaltungen, die ihm als Zuschauer sonst verborgen blieben.
Anderen Menschen, die nach einer sinnvollen Beschäftigung suchen und sich für Sport interessieren, könne er ein solches Ehrenamt nur empfehlen. „Für mich ist das absolut eine sinnvolle Sache. Ich mache das gerne.“

























