Ein schwer beschädigtes Auto, eine kilometerlange Falschfahrt und viele offene Fragen: Nach einem Unfall auf der A31 bei Lembeck beschäftigt ein ungewöhnlicher Vorfall die Polizei. Der Fahrer setzte seine Fahrt offenbar entgegen der Fahrtrichtung fort. Was genau geschah, ist noch unklar.
Ein Unfall auf der A31 in Fahrtrichtung Emden beschäftigt die Polizei. Montag gegen 22.16 Uhr ging die erste Meldung über einen möglichen Verkehrsunfall im Bereich des Parkplatzes Kalter Bach bei Kilometer 27 ein.

Noch während die Einsatzkräfte auf dem Weg zur gemeldeten Unfallstelle waren, erreichten die Polizei weitere Notrufe. Ab etwa 22.28 Uhr berichteten Zeugen von einem Auto, das auf der Fahrbahn Richtung Emden in entgegengesetzter Richtung nach Süden unterwegs war.
Unfall auf der A31: Polizei entdeckt beschädigtes Auto bei Lembeck
Im Bereich der Anschlussstelle Lembeck fanden Polizeikräfte schließlich den massiv beschädigten Wagen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich vermutlich um das Fahrzeug, das zuvor im Bereich des Parkplatzes Kalter Bach verunglückt war. Das Schadensbild wirft weitere Fragen auf. Die Ermittler prüfen, ob sich das Auto bei dem ursprünglichen Unfall möglicherweise überschlagen hat. Bestätigt ist das bislang nicht.
Offenbar setzte der Fahrer seine Fahrt nach dem Unfall fort und legte mehrere Kilometer entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung zurück. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es während dieser Falschfahrt zu keinem weiteren Unfall.

Warum fuhr der Autofahrer in die falsche Richtung?
Weshalb der Mann trotz der erheblichen Schäden an seinem Fahrzeug weiterfuhr, ist noch ungeklärt. Auch die Frage, warum er anschließend entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war, beschäftigt die Ermittler. Als mögliche Erklärung wurde in einem ersten Gespräch mit der Polizei eine Orientierungslosigkeit nach dem Unfall genannt. Ob dies tatsächlich der Grund für die Falschfahrt war, steht nicht fest.

Fahrer mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht
Der 1964 geborene Autofahrer wurde nach dem Vorfall mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Gesicherte Informationen darüber, ob und wie schwer er verletzt wurde, liegen bislang nicht vor. Auch zu einem möglichen Einfluss von Alkohol oder Drogen gibt es derzeit keine bestätigten Erkenntnisse.
Die Polizei versucht nun, den genauen Ablauf des Unfalls auf der A31 zu rekonstruieren. Dabei geht es insbesondere um die Ursache des ursprünglichen Unfalls, die anschließend zurückgelegte Strecke und die Hintergründe der Falschfahrt.


























