StartGemeinde RaesfeldRaesfeld plant den nächsten großen Umbauabschnitt für die neue Borkener Straße

Raesfeld plant den nächsten großen Umbauabschnitt für die neue Borkener Straße

Veröffentlicht am

Die Borkener Straße bildet den dritten Bauabschnitt bei der Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte. Am 21. September entscheidet der Rat über die geänderte Planung. Zudem muss er 2,3 Millionen Euro für die Arbeiten bereitstellen.

Derzeit laufen die Arbeiten im Teilabschnitt „Kirche Süd“. Danach folgt die Borkener Straße. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte der überarbeiteten Planung einstimmig zu. Gibt der Rat das Geld frei, kann die Verwaltung die Arbeiten ausschreiben.

Anzeige
Anzeige zur Ausbildungsbörse 2026 an der St. Ursula Realschule in Dorsten
Umgestaltung Borkener Straße Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Fahrradständer ziehen zum Martinushaus um

Die Planung für die Borkener Straße beschloss der Rat bereits am 24. März 2025. Seitdem hätten sich einige Details geändert, berichtete Bauamtsleiter Bernd Roters im Ausschuss.

Neue Fahrradständer Borkener Straße Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Die Fahrradständer können nicht am ursprünglich vorgesehenen Standort stehen. Dort reichen die Wurzeln der Bäume in die geplante Fläche. Deshalb zieht die Abstellanlage in Richtung Martinushaus um. Auch ein Müllunterstand und ein Stromanschluss für die Märkte gehören zur Planung.

Teile des Parkplatzes sollen um rund 50 Zentimeter verschoben und neu angeordnet werden. Die Änderungen an den Baumstandorten und die Verlegung der Fahrradständer hätten laut Roters keine Auswirkungen auf die veranschlagten Kosten.

Umbau Borkener Straße südlicher Teil Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Vorhandene Bäume bleiben stehen

Die Pflanzflächen im östlichen Bereich werden vergrößert. Roters versicherte, dass die vorhandenen Bäume erhalten blieben. In Richtung Borken sollen weitere Hainbuchen gepflanzt werden. Eine andere Baumart sei an dieser Stelle nicht sinnvoll, da dort bereits Hainbuchen stünden.

Technische Anlagen und die Trafostation sollen durch Hecken abgeschirmt werden. Sonja Köhler von der SPD regte an, dabei auch die sichtbaren Türen gestalterisch einzubeziehen. Zudem wünsche sie sich mehr Grün und Schatten, damit sich die Fläche im Sommer weniger stark aufheize.

Neu angelegte Trafostation an der Borkener Straße in Raesfeld
Nach dem laufenden Bauabschnitt „Kirche Süd“ soll die Borkener Straße umgestaltet werden. Auch die Trafostation soll dabei durch eine Hecke abgeschirmt werden. ©Gemeinde Raesfeld

Straße und Gehweg liegen fast auf einer Höhe

Die Fahrbahn wird im Bereich der Ortsmitte angehoben. Dadurch sinkt die Höhe des Bordsteins von etwa zehn auf zwei zwei Zentimeter. Straße und Gehweg unterscheiden sich künftig vor allem durch ihre Gestaltung.

An der Mittelinsel bleibt ein fünf Zentimeter hoher Bordstein. Die Alexanderstraße wird an der Einmündung von sechs auf fünf Meter verengt. Rampen an den Zufahrten kennzeichnen die Tempo-20-Zone.

Umgestaltung Borkener Straße Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Henry Tünte von den Grünen fragte, ob eine andere Oberfläche die Kosten senken könne. Roters erklärte, Änderungen müssten mit der Bezirksregierung abgestimmt werden. Der Wechsel vom Kopfsteinpflaster zum Klinkerpflaster sei Bestandteil des geförderten Gesamtkonzepts. Das Programm umfasse fünf Bauabschnitte, die vollständig umgesetzt werden müssten.

Ampel bleibt auf dem Schulweg erhalten

Die Ampel sorgte im Ausschuss für eine längere Diskussion. Die Verwaltung hatte zunächst vorgeschlagen, sie wegen der geplanten Tempo-20-Zone zu entfernen. Nach Angaben des Ersten Beigeordneten Markus Büsken könne auch die Straßenverkehrsbehörde auf die Anlage verzichten. Henry Tünte von den Grünen widersprach. Die Ampel erhöhe besonders auf dem Schulweg die Sicherheit. Auch Sonja Köhler von der SPD setzte sich für den Erhalt ein. Die CDU hielt dagegen sowohl die Ampel als auch einen Zebrastreifen für entbehrlich.

Schließlich sprach sich der Ausschuss für die Ampel aus. Der geplante Zebrastreifen entfällt. Die Mittelinsel bleibt bestehen. Sie wird so angepasst, dass die Anlieger ihre Grundstücke weiterhin erreichen können.

Regenwasser soll auf dem Parkplatz versickern

In der Mitte des Parkplatzes ist eine größere Versickerungsanlage geplant. Dort soll das anfallende Regenwasser aufgenommen und in den Boden geleitet werden.

Gegenüber der Einfahrt in die Marbecker Straße sind zwei öffentliche Behindertenparkplätze vorgesehen. Diese seien für Besucher der Ortsmitte und nicht ausschließlich für Patienten der Augenklinik bestimmt, erklärte Roters. Die geplante Wartehalle soll ein Gründach erhalten. Radboxen seien dort nicht vorgesehen.

Umbau Borkener Straße südlicher Teil Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Gedenkstein soll besser sichtbar werden

Der Gedenkstein an der Borkener Straße bleibt an seinem bisherigen Standort. Die Hecke soll entfernt werden, damit der Stein wieder besser sichtbar ist. Eine weitere gestalterische Veränderung sei nicht vorgesehen, erklärte Bauamtsleiter Bernd Roters. Bürgermeister Dirk Kuhmann erinnerte an die bei einem Ortstermin besprochene Idee, den Gedenkstein künftig anzustrahlen.

Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 21. September. Stimmt er der Planung zu und stellt 2,3 Millionen Euro bereit, kann die Verwaltung den Umbau ausschreiben.

LETZTE BEITRÄGE

Vier Tage Stadtfest: Borken feierte sein 800-jähriges Bestehen

Vier Tage lang standen Musik, Comedy und Familienangebote im Mittelpunkt des zweiten Borkener Jubiläumsstadtfestes. Nach Angaben der Stadt kamen vom 10. bis 13. September mehrere...

33. Bauernmarkt in Erle: Landleben und Genuss auf dem Hof Stegerhoff

Wenn sich Ende September der Hof Stegerhoff mit rund 140 Ständen füllt, beginnt in Erle wieder der Bauernmarkt. Am Sonntag, 27. September 2026, treffen dort...

Neue Freitagsangebote in den Jugendhäusern Raesfeld und Erle

Die Jugendhäuser in Erle und Raesfeld starten mit neuen Freitagsangeboten für Kinder und Jugendliche. Von September 2026 bis März 2027 stehen unter anderem Workshops, Backen,...

Augenklinik Ahaus: Forschung beim ESCRS ausgezeichnet

Die Augenklinik Ahaus war mit vier wissenschaftlichen Beiträgen beim ESCRS in London vertreten. Eine Arbeit wurde als „Best Presented Poster“ ausgezeichnet.

Klick mich