Die Borkener Straße bildet den dritten Bauabschnitt bei der Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte. Am 21. September entscheidet der Rat über die geänderte Planung. Zudem muss er 2,3 Millionen Euro für die Arbeiten bereitstellen.
Derzeit laufen die Arbeiten im Teilabschnitt „Kirche Süd“. Danach folgt die Borkener Straße. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte der überarbeiteten Planung einstimmig zu. Gibt der Rat das Geld frei, kann die Verwaltung die Arbeiten ausschreiben.

Fahrradständer ziehen zum Martinushaus um
Die Planung für die Borkener Straße beschloss der Rat bereits am 24. März 2025. Seitdem hätten sich einige Details geändert, berichtete Bauamtsleiter Bernd Roters im Ausschuss.

Die Fahrradständer können nicht am ursprünglich vorgesehenen Standort stehen. Dort reichen die Wurzeln der Bäume in die geplante Fläche. Deshalb zieht die Abstellanlage in Richtung Martinushaus um. Auch ein Müllunterstand und ein Stromanschluss für die Märkte gehören zur Planung.
Teile des Parkplatzes sollen um rund 50 Zentimeter verschoben und neu angeordnet werden. Die Änderungen an den Baumstandorten und die Verlegung der Fahrradständer hätten laut Roters keine Auswirkungen auf die veranschlagten Kosten.

Vorhandene Bäume bleiben stehen
Die Pflanzflächen im östlichen Bereich werden vergrößert. Roters versicherte, dass die vorhandenen Bäume erhalten blieben. In Richtung Borken sollen weitere Hainbuchen gepflanzt werden. Eine andere Baumart sei an dieser Stelle nicht sinnvoll, da dort bereits Hainbuchen stünden.
Technische Anlagen und die Trafostation sollen durch Hecken abgeschirmt werden. Sonja Köhler von der SPD regte an, dabei auch die sichtbaren Türen gestalterisch einzubeziehen. Zudem wünsche sie sich mehr Grün und Schatten, damit sich die Fläche im Sommer weniger stark aufheize.

Straße und Gehweg liegen fast auf einer Höhe
Die Fahrbahn wird im Bereich der Ortsmitte angehoben. Dadurch sinkt die Höhe des Bordsteins von etwa zehn auf zwei zwei Zentimeter. Straße und Gehweg unterscheiden sich künftig vor allem durch ihre Gestaltung.
An der Mittelinsel bleibt ein fünf Zentimeter hoher Bordstein. Die Alexanderstraße wird an der Einmündung von sechs auf fünf Meter verengt. Rampen an den Zufahrten kennzeichnen die Tempo-20-Zone.

Henry Tünte von den Grünen fragte, ob eine andere Oberfläche die Kosten senken könne. Roters erklärte, Änderungen müssten mit der Bezirksregierung abgestimmt werden. Der Wechsel vom Kopfsteinpflaster zum Klinkerpflaster sei Bestandteil des geförderten Gesamtkonzepts. Das Programm umfasse fünf Bauabschnitte, die vollständig umgesetzt werden müssten.
Ampel bleibt auf dem Schulweg erhalten
Die Ampel sorgte im Ausschuss für eine längere Diskussion. Die Verwaltung hatte zunächst vorgeschlagen, sie wegen der geplanten Tempo-20-Zone zu entfernen. Nach Angaben des Ersten Beigeordneten Markus Büsken könne auch die Straßenverkehrsbehörde auf die Anlage verzichten. Henry Tünte von den Grünen widersprach. Die Ampel erhöhe besonders auf dem Schulweg die Sicherheit. Auch Sonja Köhler von der SPD setzte sich für den Erhalt ein. Die CDU hielt dagegen sowohl die Ampel als auch einen Zebrastreifen für entbehrlich.
Schließlich sprach sich der Ausschuss für die Ampel aus. Der geplante Zebrastreifen entfällt. Die Mittelinsel bleibt bestehen. Sie wird so angepasst, dass die Anlieger ihre Grundstücke weiterhin erreichen können.
Regenwasser soll auf dem Parkplatz versickern
In der Mitte des Parkplatzes ist eine größere Versickerungsanlage geplant. Dort soll das anfallende Regenwasser aufgenommen und in den Boden geleitet werden.
Gegenüber der Einfahrt in die Marbecker Straße sind zwei öffentliche Behindertenparkplätze vorgesehen. Diese seien für Besucher der Ortsmitte und nicht ausschließlich für Patienten der Augenklinik bestimmt, erklärte Roters. Die geplante Wartehalle soll ein Gründach erhalten. Radboxen seien dort nicht vorgesehen.

Gedenkstein soll besser sichtbar werden
Der Gedenkstein an der Borkener Straße bleibt an seinem bisherigen Standort. Die Hecke soll entfernt werden, damit der Stein wieder besser sichtbar ist. Eine weitere gestalterische Veränderung sei nicht vorgesehen, erklärte Bauamtsleiter Bernd Roters. Bürgermeister Dirk Kuhmann erinnerte an die bei einem Ortstermin besprochene Idee, den Gedenkstein künftig anzustrahlen.
Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 21. September. Stimmt er der Planung zu und stellt 2,3 Millionen Euro bereit, kann die Verwaltung den Umbau ausschreiben.

























